Wie wir stolz auf unsere Arbeit sein können

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

es wird gar nicht gerne gesehen, wenn man stolz auf seine Arbeit ist. Stolz scheint etwas zu sein, dass unaushaltbar für andere sein muss und deswegen gerne angegriffen wird. Es ist egal wie du es anstellst, über den Stolz wird man dich jedoch schnell sehr klein bekommen.

Zum einen kannst du als Fotograf voller Stolz sagen, dass all dein Handeln und Tun als Fotograf und Mensch von Altruismus durchdrungen ist und du dich selbst mit größtmöglicher Selbstlosigkeit und Aufopferung, für die dringenden und nachvollziehbaren Bedürfnisse deiner Mitmenschen jederzeit zur Stelle stehst, um ihnen in tiefer Demut und Dankbarkeit zu helfen, damit du als wertvoller und nützlicher Mensch und Fotograf erkannt wirst, um endlich gebucht und entlohnt zu werden. Bis dahin werden dich alle Menschen und Wesen dieses Universums vorbehaltlos lieben und ehren, weil du so verdammt selbstlos und dankbar bist. Allerdings besitzt du auch so wenig Stolz und Selbstwert, dass du gar nicht bemerkst, dass du und deine Arbeit rein gar nichts wert sind. Was solls? Du bist der altruistische, selbstlose, geliebte und verehrte Fotograf, welche zwar völlig wertlos ist, weil beliebig austauschbar, aber immerhin wirst du von allen geliebt. Darauf kannst du wirklich von ganzem Herzen stolz sein.

Solltest du jedoch so verrückt sein und so etwas fürchterliches wie Stolz und Selbstwert besitzen oder gar entwickeln, dann werden sehr schnell die Toxiker kommen und dich an deinen dir zugestanden Platz im Leben verweisen. Kurz gesagt, sie werden dir das Leben so schwer wie möglich machen, damit du endlich wieder gut, billig und schnell bist. Schließlich bist du zwar bedingt „gut“, doch nicht talentiert, professionell und flexibel genug, um eine Entlohnung, deinen Stolz und dein Selbstwert mit irgendetwas zu rechtfertigen.

Du kannst voller Stolz deine Werke präsentieren, verbreiten und teilen. Ich wette mit dir, es dauert nicht lange, dann taucht einer dieser „Downer“ auf und macht dir das Leben so richtig unangenehm.

Es existiert ein Weg, um damit besser klar zu kommen

Bevor du andere, um ihre Meinung zu deinen Werken bittest. Solltest du dich selbst fragen:

„Bin ich wirklich stolz auf meine Leistung?“

Es geht nicht darum, ob andere deiner Werke gefallen oder nicht! Es geht darum, ob du stolz auf dein eigenes Werk bist.

Stolz ist kein Laster

Ganz im Gegenteil, wenn der Stolz richtig eingesetzt wird, ist er sogar eine Tugend. Je mehr du allein dafür sorgst, dass du auf deine Werke stolz sein kannst, desto besser wirst du in dem was du machst.

Wen wundert es da noch, dass du möglichst nicht stolz auf deine Werke sein darfst oder sollst. Denn niemand ist daran interessiert, dass du dich in irgendeiner Weise entwickelst oder verbesserst, um am Ende eventuell noch eine Belohnung oder gar Entlohnung für deine Arbeit verlangen zu wollen.

Stolz hat etwas mit deinem Selbstwert zu tun

Wie sollst du einen Selbstwert generieren, wenn du nicht stolz auf deine Leistungen sein darfst?

Einige Ratschläge:

  • Zeige dir deine Werke erstmal selbst!
    Wenn du eine besondere Fotografie gemacht hast, dann drucke sie möglichst kosten intensiv aus. Bestell dir einen Print und hänge dein Werk, bei dir zu Hause auf. Hier gilt die Devise:
    Klotzen und nicht kleckern!
    Solltest du dir nicht sicher sein, ob sich dieser immense finanzielle Aufwand für dein eigenes Werk lohnt, weshalb hast du es dann gemacht? Reicht es wenigstens für dein Smartphone oder Computer als Hintergrund? Weshalb möchtest du dich nicht selbst mit deinem Werk beschäftigen?

  • Bemühe dich selbst zu beeindrucken!
    Zum Beispie mit einer neuen Sichtweise, einem neuen Konzept, einer neuen Herangehensweise, einem neuen Stil oder einer neuen Philosophie. Weshalb hast du diese Fotografie erschaffen und was ist anders als sonst? Biste stolz drauf? Das erklärte Ziel ist es, sich erstmals selbst zu beeindrucken. Wenn du dies nämlich nicht kannst, wie soll es dann bei uns funktionieren? Beeindrucke dich erstmal selbst mit einer neuen Sichtweise, einem neuen Eindruck, einer neuen Ausdrucksweise, einer neuen Entdeckung oder einer weiteren Entwicklung. Wie möchtest du sonst deine persönliche Entwicklung und bemessen und erkennen?

Es ist besser übertrieben stolz und prahlerisch auf seine eigenen Werke zu sein, als sich zu sehr zurückhalten

Freiwillig wird dir niemand mehr geben als du bereit bist zu verlangen. Außerdem finden sich grundsätzlich schneller mehr Menschen, welche dich lieber runterziehen als aufbauen.

Konzentriere dich auf die Menschen, welche dir sagen, dass du übertreibst, dir jedoch dabei helfen, dass du dich weiterentwickelst und vorankommst, damit es dann wieder passt mit dem Stolz.

Liebe Grüße Herr Rausch

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3 Gedanken zu “Wie wir stolz auf unsere Arbeit sein können

  1. Die Sache mit dem Print ist wirklich ein guter Ansatz. Da ich durch einen Zufall an einen Printer für Großformat gekommen bin. Geht mir nun der Platz in Arbeitszimmer aus. Dadurch kann ich nur bestätigen. Ein Bild, auf welches man stolz ist, druckt man aus. Und erfreut mich dann jeden Tag.

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