Farbe? Oder nicht Farbe?

Unsere Welt ist bunt! Manchmal schreien uns die Farben gerade zu an. In Der Streetfotography kann dieses farbliche Chaos einen das Genick brechen oder aber beflügeln. Wir müssen nur für uns herausfinden, wann und wie wir dieses Chaos ordnen.

Kenne deine eigenen farblichen Vorlieben!

Ich bin, wie ihr ja wisst, in der Streetphotography unterwegs und da empfinde ich Farbe als Ablenkung von dem was ich zeigen will. Natürlich mag ich auch den unterkühlten dokumentarischen Stil dem Schwarz-Weiß-Fotos beiliegt, gerade hier kommt die Gestik, Mimik und so weiter mehr zur Geltung. Dass auf meinen Bildern am Anfang die hellen Flächen „weggebrannt“ sind und die dunklen Flächen nahe zu nichts anderes als Schwarz zu sehen ist hat sich bei mir mittlerweile sogar mit Absicht etabliert. Das gibt den Bildern etwas surreales und abstraktes. Wo ich es mit der Kamer nicht ganz so festgehalten bekomme wird halt etwas nach geholfen in der Nachbearbeitung. Was sich bei mir meist darin äußert, dass ich quasi nur wenige Punkte wie Helligkeit, Kontrast und Belichtung bearbeite. Und sollte es doch mal ein Farbbild geworden sein wird dies halt auch noch geändert.

Bei einem spontanen Auslug in einem am See gelegen Wald hat mich dieses Schwarz-Weiß aber eher an den Rand des Wahnsinns getrieben anstatt dem Bild was ich im Kopf hatte näher. An der Stelle des Fotos auf einen Baumstamm niedergelassen auf einen Baumstamm, meinen elektronischen Wolkenwerfer zu meiner Linken und die Kamera in den Händen wurde die Kamera erstmal durch die eigene Farbpalette gejagt bis die Farben stimmten. Danach die richtige Position gesucht und los konnte es gehen. Ganz nebenbei verfluchte ich meine Bequemlichkeit und dass ich mein kleines Objektiv trocken und sicher zuhause im Schrank stehen hatte. Das Selbe passierte mir schon Wochen vorher bei einer Bahnbrücke mit verschieden farbigen Glasscheiben und fast idealen Lichtverhältnissen.

Am Ende sind Farben auch nur Arbeitsmaterial für den Fotografen!

Farben waren schon immer ein Werkzeug in der Kunst. Die alten Meister haben die Farben noch selbst auf das Werk losgelassen haben und wie ein Dirigent darauf geachtet haben, dass sie auch nur das machen was sie sollen haben wir als moderne Fotografen nicht so einfach diesen Luxus. Wir müssen in Bruchteilen von Sekunden zwischen Farbe, Monochrom oder nachträglicher Bearbeitung entscheiden. Wir müssen also das farbliche Chaos individuell bändigen und unseren Ansprüchen anpassen.

Mit freundlichsten Grüßen

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.