Die Grenzen der eigenen Fantasie

Das Thema Fantasie ist mir oft genug während der Arbeiten zu meinen bisherigen Blogs über den Weg gelaufen. Einiges habe ich erstmal zur Seite gepackt und Einiges habe ich verarbeitet. Jetzt wird es Zeit sich diesen Thema mal näher zu widmen.

Denn egal ob ihr der Fotografie in Form von Dokumentationen, Streetfotograhy, Landschaftsbilder etc. nach geht, jeder von uns braucht seine eigene Fantasie. Der eigene Blick wäre ohne Fantasie nichts. Genauso wie die Fantasie ohne den eigenen Blick nichts wäre.

Sie ist höchst individuell, authentisch und unangepasst. Und denn noch ist die Fantasie sowas wie ein Konsumgut geworden. Einige sehen in der Fantasie ein massenkompatibles Produkt welches für den Massenkonsum aufbereitet, gestreckt und gewinnbringend verkauft werden kann.

Das Ende der eigenen freien Fantasie

Die Fantasie ist zu einem Konsumgut geworden. Gerade in der Fotografie ist die Fantasie in den letzten Jahren zu etwas geworden was durch Trends beeinflusst wird und durch Geld „verbessert“ werden kann. Trendige Fotofilter zwingen die eigene Fantasie in bequeme Grenzen. Erwerbbare Presets stoppen den eigenen Experimentierfluss und den damit verbundenen Lernprozess. Online Workshops versprechen, dass man Fotos machen kann die jedem gefallen. Kauft man das im Bundle gibt es die exklusive Kameratasche dazu.

Aber bringt dieses sorglose konsumieren gekaufter Fantasie einen als Fotografen weiter? Nein! Das Verlassen und Vertrauen auf fremde dazu gekaufte Fantasie wirft die eigene Entwicklung zurück. Im besten Fall verhindert sie nur die eigene Weiterentwicklung. Natürlich hat man dadurch aber einen Sündenbock für alles. Die Verantwortungslosigkeit gegenüber der eigenen Entwicklung und der eigenen Fehler gibt es dann kostenfrei dazu. Man hat ja schließlich nur was falsches gekauft.

Übernehme Verantwortung für deine Fantasie

Die eigene Fantasie ist pflegebedürftig! Sie muss von Zeit zu Zeit gefüttert werden. Sie muss die Nahrung verdauen und umwandeln. Wer sich daher nur mit „Fast food“ voll stopft und/oder sich nicht bewegt wird dafür sorgen, dass seine Fantasie ein fettleibiger, unmotivierter und austauschbarer Fotograf wird, ist und bleibt!

Zu dieser Verantwortung gehört aber es aber auch, dass wir alle unseren inneren Kritiker nicht zu viel macht über uns geben. Viel zu oft sind wir selbst Schuld daran, dass wir nichts umsetzten oder erst gar keine neuen Idee erzeugen. Das Scheitern gehört mit zum eigenen Entwicklungsprozess. Nur weil eine Idee am Anfang zu groß, zu teuer oder was auch immer ist sollten wir nicht Aufgeben. Der innere Kritiker basiert größtenteils auf Glaubens- oder Leitsätze, die wir von außen eingetrichtert bekommen haben. Und er will uns in der bequemen Komfortzone behalten, wo wir weder Kritik oder ehrliches Lob bekommen. Wir brauchen in dieser Zone nur ein maximales Minimum an Verantwortung tragen.

Wir halten uns also selber von einer Weiterentwicklung ab. Verantwortung fängt dabei schon beim durch planen und zerlegen einer großen Idee an. Anstatt aufgrund des großen Ganzen auf zugeben könnte man den eigenen Kritiker ganz einfach widerlegen. Und dies ganz einfach: Zerlegt die große Idee in mehrere schaffbare Etappen. Und bevor ich nun eine Wiederholung schreibe guckt einfach in meine vorherigen Blogs.

Wichtig ist, dass wir uns trauen uns mit neuen Ideen zu beschäftigen, uns inspirieren zu lassen und unsere Fantasie nicht in fremde Hände legen. Im Grunde sind meine Blogs bisher nichts anderes als eine Anleitung zum Befreien der eigenen Fantasie.

Mit freundlichsten Grüßen

2 Gedanken zu “Die Grenzen der eigenen Fantasie

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