Plane nicht zu lange… mach es gleich

Die ersten Idee, das Erarbeiten eines Konzeptes, den roten Faden finden und das Treffen von Entscheidungen… das alles haben wir nun durch gearbeitet. Am Anfang braucht man dafür eine Menge Zeit und man gewöhnt sich mit der Zeit an dieses Tempo! Aber nun muss ich euch leider eins sagen:

Plant nicht über Monate oder Tage lang. Schnapp euch nach einer kurzen Planung eure Ausrüstung und zieht los und improvisiert zur Not.

Richtig gelesen! Ich fordere euch auf zu improvisieren! Wenn ihr nun diesen Blog lest, dann seit ihr bereits über das „kopflose“ Improvisieren hinaus! Es gibt nichts was euch von der Umsetzung abhält! Alle Wenn und Abers sind nur Vorwände! Sind eure Bilder wirklich besser mit einer neuen Kamera oder Objektiv, bei blauen Himmel und Sonnenschein oder wenn ihr fertig gewartet habt? Wenn ja: Worauf wartet ihr? Was hält euch ab? Habt ihr nur eine Idee zum Fotografieren? Mit euren Gewarte vergeudet ihr nur Zeit in der ihr bereits fotografieren könntet!

Ein Leser von euch wollte ein Bild des Schweriner Schloßes. Anstatt zu planen hab ich es gemacht.

In einen meiner Blogs ging es ja darum auch mal Fehler zu zulassen und an gegebener Stelle zu improvisieren. Jetzt ist dieser Zeitpunkt gekommen um zu improvisieren, um auf die Fressen zu fallen und wieder aufzustehen! Das Warten auf die perfekten Umstände behindert uns nur! Wer von uns ist schon perfekt? Also wieso sollten unsere Bilder es sein? Ein „nicht ganz perfekt aber nahe dran“ ist immer authentischer als ein „Abziehbildperfekt“. Also lernt mit den Unperfekten um zugehen und mit den vorhabend Möglichkeiten auf spielerische Art und Weise zu arbeiten, spontan zu agieren und zu reagieren. Improvisieren ist nichts anderes! Es werden nie 100 prozentig perfekte Bedingungen herrschen. Gerade die Streetfotografie lebt von dieser Unperfektheit. Generell sogar die ganze Fotografie. Unperfekt ist authentisch!

Die Checkliste für den Start

Schreibt eure Ideen und Projekte auf. Dann kommt der nächste Schritt und priorisiert das Ganze in drei Kategorien:

1. kann sofort umgesetzt werden
2. kann bald umgesetzt werden
3. kann irgendwann umgesetzt werden

Natürlich ändert sich diese Liste mit der Zeit und dies ist auch wichtig. Daher sollte diese Liste ruhig des Öfteren überarbeitet werden. Wichtig ist nur, dass wir uns einen Punkt von der Liste schnappen und ihn dann sofort umsetzen (geht bei Gruppe eins wunderbar und bei Gruppe 2 auch gut)! Ignoriert dabei ruhig euren inneren Kritiker und Perfektionisten, die lieber auf besseres Wetter und Co warten wollen. Legt einfach los und improvisiert dort wo es notwendig ist. Und genau dieses Vorgehen sollten wir alle ruhig als festen Termin einplanen. Denn es bringt uns wesentlich mehr als es uns schadet!

Wer zu lange wartet, verpasst einiges an Motiven! Hier bin ich frisch um die Ecke gekommen und hatte kaum Zeit die Kamera an die Lichtverhältnisse anzupassen.

Lernen ist nichts anderes als gezieltes Improvisieren!

Denn immer dann wenn wir improvisieren beginnen wir automatischen anders zu denken, müssen unbekannte Pfade betreten und auch mal eine Ecke weiter denken als wir eigentlich wollen. Dies ist nichts anderes als ein Prozess der uns unseren eigenen Blick ein Stück näher bringt. Das gezielte Improvisieren ist nichts anderes als ein Lernprozess, den wir immer wieder starten wenn wir wieder mal unseren Plan anpassen müssen. Aber auch hier gilt, dass wir vielleicht das Improvisieren wieder neu erlenen müssen.

Wie ist es bei euch? Geht ihr nur strikt nach Plan vor oder traut ihr euch auch auf unbekannte Wege?

Mit freundlichsten Grüßen

3 Gedanken zu “Plane nicht zu lange… mach es gleich

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