Wieso fotografierst du?

Die Frage, die jeder von uns schon zwanzigfantasilliarden Mal gehört hat. Genauso wie bei der Frage selbst rollen mir mittlerweile bei der Antwort von Einigen die Augen nach oben. Versteht mich nicht falsch, die Frage nach der Motivation kann ein herrliches und inspirierendes Gespräch werden aber all zu oft bleibt es bei einer unpersönlichen und oberflächlichen Antwort.

Dabei ist die Motivation viel mehr als das Warum, Weshalb und das Wieso! Die Motivation ist die Summe all unserer Interessen und darf daher nicht oberflächlich sein.

Viele kennen ihre wahre Motivation nicht!

Dabei ist die Kenntnis der eigenen Motivation einer der Pfeiler der Fotografie. Dazu gehört auch, sie fest benennen zu können. Wenn wir uns das Wort Motivation genauer ansehen stoßen wir nicht nur auf das Wort „Motiv“ sondern auch auf dessen lateinische Bedeutung welche ursprünglich „bewegen“ bedeutet. Wenn wir also unsere Beweggründe kennen, finden wir leichter unsere Position innerhalb der Fotografie, werden unseren Vorlieben bewusst und wir entwickeln so eine persönlichen Bildsprache. Kurz gesagt: je bewusster wir uns unserer Motivation sind umso deutlicher wird unsere individuelle Bildsprache.

Gehen wir zurück zu unseren fotografischen Anfängen

Für jeden von uns kam einmal der Punkt wo wir uns entschieden haben zu fotografieren. Bei Einigen von uns war es eine bewusste Entscheidung und bei den Andere war es der Zufall (zum Beispiel die berühmte geschenkte Kamera).

Überlegen wir also mal genau wie es bei uns selbst angefangen hat und was wir damals fotografiert haben. Familienfeiern? Urlaubsbilder? Die heimische bekannte Umgebung inklusive unserer Freunde? Auf jeden Fall ist es nicht das Gleiche wie das, was wir jetzt fotografieren. Denn unsere Motivationen haben sich über die Jahre gewandelt.

Aber was genau hat sich geändert? Was ist aus unserer ersten Motivation geworden?

Nehmen wir als Beispiel unsere Hobbys. Mit was beschäftigen wir uns noch? Was sind unsere anderen Interessen? Bei mir sind es seit Ewigkeiten Filme, Serien, Computerspiele und Musik. Neu dazu gekommen sind in den letzten Jahren Blogen, Interesse an Psychologie, das genießen des Lebens und die Gastronomie. Nun diese Themen haben jetzt nicht wirklich was mit Fotografie zu tun aber sie beeinflussen mich. Also beeinflussen sie auch meine Fotografie.

Mein ewiges Lieblingsthema…

Wenn wir diese Bereiche verbinden, geben wir uns selbst neue und spannende Impulse. Diese eröffnet uns völlig neue Bereiche in der Fotografie. Dies führt unweigerlich dazu, dass unsere Bilder eine weitere persönliche Note bekommen. Diese persönliche Note ist bereits ein Teil von uns und sollte daher auch ein Teil unserer Fotografie werden.

Wir müssen uns also nur trauen unsere Interessen in die Fotografie zu integrieren!

Genau dies hat sich über all die Jahre, seit unseren ersten Foto, geändert. Es sind neue Interessen dazu gekommen, die wir mit in die Fotografie genommen haben. Andere wiederum haben an Bedeutung verloren oder sind ganz verschwunden.

Und genau dies spiegelt sich auch in unseren Bildern wieder. Natürlich nur wenn wir uns trauen, dass unsere Foto so persönlich werden dürfen. Wie sieht es mit euch aus? Wieviel privates ist in euren Bildern oder liefert ihr nur unpersönliche Fotos ab?

Mit freundlichsten Grüßen

7 Gedanken zu “Wieso fotografierst du?

  1. Wie war doch gleich die Frage? Wenn ich mich erinnere: Wieso fotografierst du? So eine richtige Antwort dazu habe ich nicht erhalten. Viel eher auf die Fragen: Wie sieht es mit euch aus? Wie viel Privates ist in euren Bildern oder liefert ihr nur unpersönliche Fotos ab? Was natürlich eigentlich schon wieder ein neues Thema wäre. Vielleicht leichter zu beantworten, als die eigentliche Frage. hmmmm… Also, WARUM fotografiere ich? Die klassische Antwort wäre, weil ich nicht malen kann! Doch mal im Ernst: Die Frage hat es in sich!

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  2. Beides ist in meinen Bildern vorhanden. Persönliches und unpersönliches. Wobei auch immer der Augenblick, das augenblickliche Gefühl. ja die Gefühlslage mitspielt. So könnte man sagen, in doch jeden Bild steckt eine Persönlichkeit von mir. Bei manchen mehr bei anderen wenig.

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