Finde deinen roten Faden

Wer eine Idee für seine Fotografie hat wird danach auf eine weitere Frage stoßen. Wie verbindet man seine einzelnen Bilder miteinander? Wie spinne ich einen Faden der unsere Bilder zu einem Gesamtwerk verbindet?

Dieser rote Faden ist genauso wichtig wie das Konzept und daher auch ein Wiedererkennungsmerkmal für den Fotografen. Dabei kann der rote Faden los gelöst vom Konzept ein bestimmter Platz, eine bestimmte Personengruppen oder gar eine Tätigkeit sein. Während unser Konzept also etwas ist was aus dem Gesamtwerk ersichtlich wird ist unser roter Faden das sichtbare verbindene Element in unseren Bildern was los gelöst vom Konzept sein kann.

Das Warten auf etwas. Was ist hier Konzept? Was ist der rote Faden?

Aber warum werden wir mit Bildern überflutet die weder in ein Gesamtkonzept funktionieren und nicht durch einen roten Faden bzw. seriellen Charakter verbunden sind? Die Antwort ist ganz einfach! Weil es einfacher ist und man sich keine Gedanken machen muss. Somit überlassen wir die Fotografie dem Zufall. So können wir zwar einzigartige Bilder einfangen aber die Chance dafür stehen vielleicht 1000:1 und somit produzieren wir austauschbare Massenware. Dazu sind diese Bilder spürbar charakterlos und nicht miteinander verbunden. Man merkt ihnen an, dass der Fotograf keine Vorarbeit geleistet hat.

Dies ändert sich aber durch unser Konzept und den roten Faden den wir spinnen. Wir geben unseren Bildern also einen seriellen Charakter. Diesen Charakter richten wir auch jeder Zeit neu aus sobald wir ein neues Konzept erarbeiten oder ein bestehendes Konzept erweitern. Und genau dies ändert unseren Blick auf die Fotografie. Anstatt auf Glück und Zufall zu setzen beschäftigen wir im Vorfeld mit der Umsetzung. Wir legen Ort, Zeit, Farbstil und noch mehr fest. Wir erarbeiten ein Konzept und einen roten Faden. Dadurch machen wir uns unabhängig vom Zufall und Glück. Wir arbeiten gezielt an unseren fotografischen Ergenissen.

Wer nicht wartet, der eilt!

Durch diese ständige Wiederholung isolieren wir unsere fotografischen Eigenheiten und Vorlieben. Somit wird unsere Bildsprache und der Bildstil klarer und wir arbeiten sie heraus. Beides ist seit unseren ersten Foto da und muss nur freigelegt, gepflegt und gestärkt werden. Wir müssen uns nur trauen diese Entscheidung zu treffen und diese dann auch umsetzten.

Ist die Erarbeitung eines seriellen Charakters und eines Konzeptes der richtige Weg um sich als Fotograf weiter zu entwickeln oder seit ihr der Meinung, dass die Zufalls bedingte Entwicklung völlig ausreicht?

Mit freundlichsten Grüßen