Der Stil der Sprache

Eigentlich wollte ich jetzt über Bildstil und Bildsprache schreiben und warum beides für den eigenen Blick wichtig ist. Aber ziemlich schnell bin ich mit meinem Kopf erst auf und dann durch die Tischplatte geschlagen! Erst ein Gespräch mit Herr Rausch räumte meine Gedanken auf und brachte mir eine neue Perspektive für den Blog.

Bildstil, Bildsprache und der Fotograf sind miteinander verbunden. Der Bildstil ergibt sich aus den verschiedenen favorisierten Fotostilen. In Verbindung mit den Vorlieben, Ansichten und Eigenschaften des Fotografen formt sich daraus die individuelle Bildsprache. Schaffen wir es die von uns bevorzugten Stil- und Sprachmittel zu isolieren und in der Fotografie anzuwenden werden unsere Bilder authentisch und stechen aus der Masse anderer Fotografien hervor.

Von daher ist ein Urteil über den Bildstil und die Bildsprache auch ein Urteil über uns als Person. Die Fragen die wir uns also stellen sollten ist: wollen wir mit unseren Stil und der Sprache jedem gefallen? Oder stellen wir uns über die Wünsche der breiten Masse? Wie individuell darf das eigene Foto werden? Dürfen unsere Bilder im besten Fall dazu führen, dass ganze Onlineforen darüber diskutieren ob dies nun Fotografie ist oder zu einer bestimmten Fotografieart gehören?

Die Antworten auf diese Frage überlasse ich jedem selbst. Aber ich möchte hier dazu erwähnen, dass bei einer Aufführung von Christoph Schlingensief erst ein Teil der Kritiker den Saal verlassen hat, danach folgte ein großer Teil des Publikums. Nach dieser Aufführung kam es dann zu einer Schlägerei unter den Gästen. Also muss er ja beim Publikum etwas ausgelöst haben! Sollte dies nicht am Ende auch das Ziel unserer Bildsprache und unseren Bildstils sein?

Mit freundlichsten Grüßen