Die letzte Wahrheit, über den Fotografen

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

wenn sich ein Fotograf entscheidet, sich von seinem fotografischen Dasein zu trennen, dessen Gründe dafür zahlreich sein können. Ist er immer umringt von Freunden, Bekannten, Klienten und Kunden, welche durch Hinterfragungen und Lobpreisungen versuchen, den Fotografen vor seinem Aufhören, seinem Rückzug zu hindern und ihn und seine neuen Aufgaben, in Abrede zu stellen.

Verschwendetes Talent, der Verlust von Einzigartigkeit, großes persönliches Unglück werden vorhergesagt.

Seriosität, Rechtschaffenheit, Talent, Professionalität und die ausgelebte Leidenschaft werden durch Lobpreisung und Huldigungen bis ins unermessliche gehoben. 

Warum sollte ein Fotograf sein Talent wegwerfen wollen?

Warum sollten seine besonderen Sichtweisen, nicht weiter zu sehen sein? Wie solle die Welt, ohne diesen einzigartigen Fotografen weitergehen?

Ein großer Tross von Menschen, ist scheinbar voller Trauer und Verzagen, da ein befreundeter Fotograf, sich eine andere Beschäftigung widmet, als der Fotografie. In keiner Weise, fast schon schonungslos und maßlos überzogen sind die verkündeten Lobpreisungen auf den Fotografen.

Unfreiwillig und ungewollt offenbart sich auf diese Weise, der absoluten Gewissenlosigkeit der Freunde, der Bekannten, der Familie, der Klienten und der Kunden.

Letztlich ist es so, dass wenn der Fotograf endlich ins unbekannte verschwindet, dass derselbe Tross von Menschen, welche den Fotografen lange begleiteten und berieten, ihre letzten Wahrheiten, über diesen Menschen, mit dem degoutanten Beruf des Fotografen, verbreiten und kundtun.

  • Er war zu gierig!
  • Er war zu langsam!
  • Er war zu teuer!
  • Er war zu unbegabt!
  • Er fotografierte nicht richtig!
  • Er beschäftigte sich mit den falschen Themen!
  • Er war ein Träumer!
  • Vor allem war er ein Faulpelz, ein Schmarotzer!
  • Ein Mensch der ein völlig ungezügeltes, abwegiges, unzüchtiges und unmoralisches Leben führte, kein Wunder, dass er es nicht als Fotograf schaffte!

Wenn wir uns all diese im Nachhinein getroffenen Aussagen ansehen und analysieren, bleibt im zweiten Nachruf, nichts als die reine und letzte Wahrheit. All die vorher geäußerten Lobpreisungen und Huldigungen verkommen zur gelebten Lüge, welche aus dem Fundus der bekannten Berater, Freunde, Familie, Klienten und Kunden stammen, diese entwertet sich jedoch im gleichen Moment zu einer unglaubwürdigen und ekelhaften Masse von Menschen.

Ein kleines Resümee:

Hätte die ungebildete, unsoziale Masse es mit den Lobpreisungen in erster Instanz ernst gemeint, hätte der Fotograf nicht gehen können. Behält dieselbe ungebildete, unsoziale Masse in zweiter Instanz Recht, so sind die Lobpreisungen verlogen.

Die letzte Wahrheit ist die bleibende Wahrheit

Solange der degoutante Fotograf, seinen Beratern, Bekannten, Freunden, seiner Familie und seinen Klienten und Kunden dienlich ist, indem er sich als wertloses Mitglied, einer illustren Gesellschaft verdingt und billige, oberflächliche Bildchen schnell und gratis produziert, jagt der Fotograf von Erfolg zu Erfolg. Er hat sich bis auf den tiefsten Grund der Seele, wie ein Konsumprodukt ausnutzen zu lassen. Die Möglichkeit eines Auskommens oder mindestens Zurechtkommens durch die Fotografie ist für den Fotografen durch seine „Unterstützer“ nicht vorgesehen. Wenn sie nicht sogar tabuisiert worden ist und damit absolut keiner Weise vorgesehen. Es ist die Anforderung der „totalen Rücksichtnahme“ angeführt durch, die immerwährende „finanzielle Not“ des Kunden oder die „emotionaler Lage“ des Einzelnen. Es ist die gewissenlos eingeforderte Rücksichtnahme auf den Massenmenschen, welche jegliche Kreativität und Freude an der Fotografie auf lange Sicht absterben lässt.

Ein guter Leumund, ein guter Ruf, sind heute besondere Auszeichnungen für Selbstausbeutung.

Der Massenmensch selbst ist nämlich nicht in der Lage, etwas zu erhalten, zu pflegen oder wert zuschätzen. Dies liegt in der Angst vor Schmähungen durch andere Massenmenschen, welche des menschlichen Kümmerns nicht mehr in der Lage sind. Auch hier fordert die „totale Rücksichtnahme“ ihren Tribut, indem vermieden wird, sich des unmenschlichen nicht Kümmerns, der Egalität entgegenzustellen und damit auf die wachsende Gleichgültigkeit und Gewissenlosigkeit hinzuweisen. Auf diese Weise werden nicht nur Fotografen zur alleinigen Entnahmestelle von etwas, Menschen werden auf diese Weise zum gratis Selbstbedienungsladen mit „all you can get“- Angebot.

Natürlich darf es nicht auf eigene Kosten geschehen, sondern immer nur auf die Kosten anderer.

Lass dich nicht ausbeuten!

Liebe Grüße Herr Rausch

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