Die erste Idee

Egal für welchen Themengebiet wir uns in der Fotografie entscheiden das Problem was sich uns stellt ist die Frage „Wie?“ und die erste Antwort darauf. Diese erste Antwort orientiert sich an Gewohnheiten und an uns bekannten Mustern, die wir irgendwo schon mal gesehen haben.

Daher ist die erste Idee meistens weder originell noch ist sie kreativ. Folgen wir unserer ersten Idee kann dies dazu führen, dass wir immer dasselbe reproduzieren. Daher werden unsere Bilder austauschbar, wir kopieren fremde Muster und finden nie zu einem individuellen Blick. Wie lösen wir dieses Problem ohne unsere Idee zu verwerfen? Ganz einfach! Wir nehmen nicht gleich die erste Idee und setzen sie um, sondern planen das Bild auf einen anderen Weg.

Ein Beispiel? Verlegen wir das geplante Porträtshooting aus der gewohnten Sicherheit der Wohnung oder des Studios einfach mal an einen belebten Ort. Anstatt bei der Streetfotografie immer den gleichen Ort zur selben Zeit wechseln wir einfach den Ort oder die Zeit. Oder wechseln mal die Perspektive. Runter von der Straße rein in ein Café mit Blick auf den Platz. Oder aus der fahrenden Straßenbahn. So bekommen wir neue Impulse und und festigen unseren Blick für unsere Idee.

Streetfotografie einmal wörtlich nehmen? Ich darf das!

Alles ist also erlaubt solange unsere Idee als zentrales Thema bestehen bleibt. Und durch dieses experimentieren festigt sich nebenbei auch unsere Bildanalyse.

Liebe Grüße Herr Jante