Wie man als Fotograf einen Wert erschafft

Du allein bestimmst, ob du wert-voll oder wert-los sein willst.

© Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin, Kinder- und Sachbuchautorin

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

Was ist „Wert“?

Meine Definition von Wert liegt in dessen Eigenschaft. Für uns Menschen sind Dinge wertvoll, wenn sie glücklich machen, Freude bringen oder Leid und Schmerz verringern. Wirklich wertvolle Dinge helfen Unannehmlichkeiten aus dem Leben eines anderen Menschen zu entfernen oder erträglich zu machen.

Warum ist ein Nachdenken über den „Wert“ überhaupt wichtig?

Wir Menschen gehen einer Arbeit nach, um uns durch diese Arbeit mit einem Selbstwert zu versehen. Dieser Selbstwert ist auf diese Weise verbunden mit der Bezahlung der Arbeit, welche meist in keinster Weise im Zusammenhang steht mit dem „Sinn“ der getätigten Arbeit. Nicht wenige Menschen finden ihre Arbeit sinnlos, üben sie trotz allem aus, weil sie ein Einkommen generieren. Auf dauer ist es schädlich für den Selbstwert, denn dieser entwertet sich ganz langsam selbst.

Es ist eine ganz einfache Formel:

Als Menschen erschaffen wir ein Produkt oder bieten einen Service an, der das Lebensgefühl eines anderen Menschen steigert. Die Steigerung dieses Lebensgefühles ist in einem Wert messbar.

Es sind deine Fähigkeiten und Fertigkeiten anderen einen Wunsch zu erfüllen, etwas zu reparieren, zu konstruieren, zu dokumentieren, oder zu bewahren und hervorzuheben. Es ist dein Wunsch anderen ein schöneres Lebens zu ermöglichen und ihren Schmerz oder ihr Leid zu lindern. Es ist dein Wille Unannehmlichkeiten eines Menschen verschwinden zu lassen, damit du für dich einen Selbstwert erschaffen kannst.

Es ist der Versuch als Mensch ein „glückliches“ Leben zu führen und anderen dabei zu helfen auch glücklich zu sein.Vergesse niemals, dass du in einer kapitalistischen Gesellschaft lebst. Es bedeutet das Güter/Waren und Dienstleistungen, welche dein Leben verbessern mit einem Geldwert belegt sind. Nichts auf dieser Erde ist gratis.

Mit einer Ausnahme:

Gute Fotografie muss zwingend gratis sein!

Bedenke:
Je mehr du das Leben anderer Menschen verbesserst, desto größer wird dein eigener „Wert“. Je effektiver deine Fähigkeiten sind, um anderen Menschen in ihrer Lebenssituation zu helfen, desto mehr „Wert“ wirst du für dich erschaffen.

Wie erschafft man einen Wert?

Hierfür musst du dich selbst analysieren. Beantworte dir selbst fogende Frage:

  • Welche Werte sind für dich wichtig?
  • Wie wichtig ist dir deine persönliche Freiheit?
  • Was hältst du von Mäßigung?
  • Wie wichtig für dich Kunst. Magst du es Ideen zu teilen und andere zu inspirieren?
  • Wie wichtig ist dir die persönliche Integrität anderer Menschen?
  • Wie wichtig ist dir deine eigene Arbeit?

Natürlich kenne ich deine Antworten nicht.

Trotzdem versuche ich dir gerade dabei zu helfen, dir deine Antworten zu ermöglichen. Schließlich geht es um deine Werte im Leben.

  • Freiheit 
    Beschäftige dich mit Büchern und Ideen, welche dir ermöglichen deine eigene persönliche Freiheit zu erreichen. Ein besonders guter Einstieg in dieses Gebiet ist die Beschäftigung mit der Philosophie.
  • Mäßigung
    Ist es wirklich wichtig grenzenlos und zügellos zu handeln? Besteht dann nicht auch die Gefahr grenzenlos in Undankbarkeit zu verfallen und sich gleichzeitig zügellos über die Undankbarkeit anderer Menschen zu beschweren?
  • Die Fähigkeit Kunst zu erschaffen, Ideen zu Teilen und andere zu inspirieren.
    Wie setzt du deine Fähigkeiten ein, um anderen Menschen zu helfen Kunst zu erschaffen, Ideen zu entwickeln oder andere zu inspirieren? Wie interessiert bist du überhaupt an andere Menschen und deren Ideen?
  • Das Erreichen maximaler persönlicher Integrität.
    Ein integrer Mensch lebt und handelt indem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Welche ethischen Maßstäbe besitzt du? Sind deine Maßstäbe überhaupt für dich selber erreichbar oder widerspräche es deiner Haltung zur Mäßigung? Wer keine Maßstäbe besitzt, kann keine Wertevorstellungen ableiten, sie wären maßlos.
  • Das Wissen, um die Wichtigkeit der eigenen Arbeit
    Der Zugang zum Internet ermöglicht dir eine schnelle Rückmeldung auf dein Tun und Handeln. Setzte aber nicht auf die „Likes“. Erzeuge mehr als nur eine kurze Begeisterung. Finde heraus, was deine Follower wirklich benötigen. Diese wichtigen Erkenntnisse bekommst du aber nur, wenn du deinem Umfeld die Möglichkeit des Beschwerens bietest. 

All diese Punkte helfen dir selbst bei der Suche nach den richtigen Kunden.

Nur so bist du in der Lage dem Kunden die „Lösungen“ für seine Probleme anzubieten. Schließlich möchtest du ihr Leben verbessern, erleichtern und angenehmer machen, wenn möglich sogar weniger stressig.

Das Problem der Kritiker

Viele sind gar nicht in der Lage zu beschreiben, warum ihnen etwas gefällt. Der maximale positive Ausdruck ist ein „Like“, wird aber niemals so schillernd und farbenfroh ausgedrückt, wie eine möglichst böswillige und übertriebene Kritik. Wenn ich Kritik verursache, dann ermutige, ermächtige und stärke ich andere Menschen und helfe jemanden beim Abbau von Stress/Angst und Frust. Ich versuche gar nicht erst, etwas zu produzieren das Gefallen könnte. Es ist gar nicht möglich. Gegen Bezahlung höre ich mir gerne auch deinen Frust an und nimm dir etwas ab, dass ich eigentlich gar nicht haben möchte.

Ich biete eine Lösung an, welche so einzigartig, effizient und einfach ist, dass andere sich von ihrem hart verdienten Geld trennen (an dieser Stelle manifestiert sich schnell der Selbstwert deines Gegenübers).
Bevor du jetzt los legst mit deinen „Lösungen“ frage dich nochmals selbst:

  • Welche Dinge kaufst du dir selbst in deinem Alltag, um dein Leben zu verbessern?
  • Welche Dienstleistung kaufst du ein, um dein Leben zu verbessern? 
  • Wie kannst du dem Leben anderer Menschen ähnliche oder bessere Lösungen anbieten?
  • Wie lange gefallen dir deine erworbenen Dinge bevor du anfängst sie zu kritisieren, um sie gegen etwas Neues oder „Besseres“ auszutauschen?

Es ist deine Aufgabe als Fotograf zu klären, warum DU die beste Lösung bist. Dafür musst du deine WERTE und VORTEILE genau kennen, damit du diese überhaupt anbieten kannst. Denn ist immer noch deine Aufgabe deinen Kunden zu erreichen und ihm das Leben zu verbessern. Ich selbst höre mir gerne die Kritiker und ihre Äußerungen an und bleibe dabei recht freundlich, schließlich werde ich dafür bezahlt. Hier sind einige Ideen, welche ich dir gerne als Fotograf mit auf dem Weg gebe:

  • Inspiriere andere Menschen es besser zu machen, als du selbst es kannst.
    Motiviere  Fotografen sich selber weiterzubilden, damit sie es endlich schaffen genauso aussagekräftige Fotografien zu machen, wie du selbst. Deine Fotografien werden immerhin besprochen, die der anderen sind keiner Rede-Wert und werden nach 2 Sek. wieder vergessen.
  • Mache mit voller Absicht Fotos, welche so schlecht sind, dass sie nur noch mit dem Wort „Kunst“ zu erklären sind.
    Du motivierst auf diese Weise, viele Fotografen dazu deine Bilder zu besprechen. Vergiss niemals man spricht über DICH und nicht den sogenannten „Weisen“ der Fotografie. Versuche gar nicht erst zu „gratis“ zu gefallen. Du erledigst nur dann die Wünsche anderer, wenn sie es mit einem spürbaren Wert verbinden.
  • Produziere Fotografien, welche den „Selbstwert“ deines Klientels vergrößern.
    Erkläre anderen Menschen, wie du mit diesen Kritiken klar kommst, helfe anderen Fotografen dabei, nicht gleich in eine Depression zu fallen, wenn sie kritisiert werden. Hole sie aus dem Loch, indem du deine richtig harten Kritiken zeigst, und zeige ihnen, dass es nur Kritiken sind. Befähige andere dazu ein dickes Fell zu bekommen.
  • Sei selber ein vorbildlicher und motivierender Fotograf.
    Bleibe freundlich und fröhlich, auch wenn es mal sehr hart zu Sache geht. Verliere niemals deine Integrität. So bleibst du stets in freundlicher Erinnerung. Auf lange Sicht wird man dich dafür lieben.

Liebe grüße Herr Rausch

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Für den Kaffee

Auch „Fotografen-Diesel“ genannt

1,00 €

2 Gedanken zu “Wie man als Fotograf einen Wert erschafft

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