Die Angst vor den eigenen Bildern!

Meine lieben Freunde der schöneren Fotografie,

Warum hast du Angst vor deinen eigenen Bildern? Ist es die Angst davor ignoriert zu werden? Ist es das schlimme Gefühl, wenn du eine Fotografie veröffentlichst und es bekommt 0 Kommentare und 0 Gefällt mir?

Fühlt sich es sich beschissen an?

Vielleicht ist es die Angst, dass niemand deine Fotografie mag? Vielleicht könnte man eine negatives Feedback bekommen? Ist es die Angst das man zu hören bekommt, dass man langweilige Arbeiten abgeliefert hat oder totalen Mist?

Von ca. 80 Mio. Einwohnern in Deutschland, wird die Mehrheit dein Bild gar nicht zu Gesicht bekommen. Von den Followern deiner Seite, werden wiederum viele Menschen, deine Arbeit gar nicht zu Gesicht bekommen, weil Facebook sie einfach wegfiltert. Von den paar Usern, welche dein Werk angezeigt bekommen, wird wiederum die Mehrheit gar nicht reagieren, weil sie gerade mit wichtigeren Dingen zu tun haben. Dann gibt es noch ein paar, welche es einfach ignorieren und ein paar, die schlicht weg vergessen, dir ein Feedback zu geben. Die ganz wenigen, lassen dir einen „Like“ da und eventuell unter Umständen ein Kommentar wie „ganz tolle Sache das!“

Die Frage ist ob dir das wirklich weiterhilft?

Denn diese Jagd nach positivem Feedback schadet dir eher. Helfen tut sie dir jedenfalls nicht. Sie hält dich nämlich davon ab nach einer ehrlichen konstruktiven Kritik zu verlangen, damit du dich verbessern kannst.

Ist es die Angst andere zu verärgern?

Wann immer du dich in deinem sozialen Netzwerk bewegst, werden sich 1500 Inhalte gleichzeitig um deine Aufmerksamkeit bemühen. Einige sind langweilig, andere Interessant, einige verursachen ein Augenrollen. Du brauchst nicht mal Angst zu haben, dass du zuviel veröffentlichst. Erst filtert Facebook, danach filtern die Menschen an den Bildschirmen. Die haben nämlich die Freiheit, sich dass anzusehen, was sie selber sehen möchten. Und genau, dies ist das Schöne am Internet.

Ist es die Angst um Follower?

Es ist einer der größten Ängste im sozialen Netzwerk. Diese Angst hindert sich auch daran, wirklich kreativ zu sein. Denn mit großem Abstand halten sich die Fotografen an erprobten, schonmal-gesehenen, konservativen und belanglosen Fotografien fest, welche sie in der Vergangenheit gemacht haben und viele „Likes“ generierten. Sie nennen es dann Bildstil und machen daraus ein Rezept, welches Woche für Woche fotografiert wird, um das Maximum an Konformität heraus zu holen, um bloß keinen der unheimlich kostbaren Follower zu verlieren, sondern die Art der unbezahlbaren Followern zu maximieren.

Das Ergebnis ist:

Diese Fotografen folgen nicht mehr ihrem Herzen und werden gefangene in ihrer eigenen Vergangenheit. Sie fürchten sich vor Experimenten, was sollen die Follower denken? Was ist wenn ich Follower verliere?

Warum ist eine eine solche große Sache diese Follower zu verlieren?

Dies liegt daran, dass viele Fotografen ihren Selbstwert ausschließlich über ihre Follower beziehen. Das ist eigentlich gar nicht weiter unnatürlich. Wir machen das auch beim Geld, Besitz und unser Konsumverhalten und vielem mehr. In den sozialen Netzwerken schätzen wir unser Selbstwertgefühl und unseren Selbstwert als Künstler über unsere Follower ein. Wir denken nicht zu unrecht, dass je mehr Follower wir haben, desto „erfolgreicher“ sind wir. Nicht wenige versuchen über das soziale Netzwerk ihr Ego aufzubauen. Aus diesem Grund ist es schmerzhaft, wenn du Follower verlierst. Jeder einzelne verlorene „Like“ tut richtig weh.


Ich sage:

Scheiß auf diese Art von Followern! Je weniger Follower du hast, desto erfolgreicher bist du!

Es ist besser die richtigen Follower zu verlieren, als die falschen Follower zu gewinnen!

Denn es bedeutet nicht, dass du langweilig bist! Es bedeutet auch nicht, dass du konform bist! Es bedeutet das du kreativ bist, dass du umstritten bist und interessant! Es bedeutet, dass du nicht lieb und nett bist! (Nett ist übrigens die kleine Schwester von Scheiße!)


Die wahre Größe erreichst du, wenn du es dir erlaubst, nicht mal ein Instagramm Account zu haben und es dich wagst, nicht noch in irgendwelchen Hippen Fotografen Plattformen mitzuwirken.
Ich persönlich gehe lieber fotografieren und Bloggen, bevor ich weiter meine Zeit verschwende mit Instagramm, 500pix, der Modelkartei, Facebook, der Fotocommunity und Pixoto….achja FlickR. Das hab ich alles schon gleichzeitig nebenbei gefahren und wunderte mich warum ich immer weniger fotografiere, weil alles nämlich sehr zeitaufwendig ist.
Warum habe ich mir all die Zeit genommen, für all diese Follower, die alle auch gerade wirklich klamm bei Kasse waren und deswegen lieber wenig bis gar nichts bezahlen wollen, können, möchten? Der zeitgenössische Fotograf soll ja auch sehr sozial und altruistisch sein. Selbstverständlich Solidarität und Rücksichtnahme zeigen, bis zur Selbstaufgabe!

Es soll Fotografen geben, die sind wahnsinnig erfolgreich.

Dabei haben die nicht mal einen Facebook Account! Die lassen sich nämlich nicht ablenken, von diesen Followern.

Mein Tipp:

Wenn du erfolgreiche Menschen siehst und analysierst, dann studiere nicht nur was sie tun, sondern auch was sie nicht tun!

Zum Beispiel gibt es viele erfolgreiche Menschen die niemals:

  • eine E-Mail verwenden würden.
  • auf einem Meeting auftauchen.
  • einen Facebook Account haben.

Ich selbst habe mich aktiv dazu entschlossen, kein Auto zu haben. Das macht mich viel freier, denn ich habe auch weniger Verpflichtungen und Verbindlichkeiten zu erfüllen. Ich folge nicht unbedingt dem Trend ständig mit der Mode mitzuhalten. Ich habe ein uraltes Smartphone, dass meine Geduld trainiert. Ich habe keinen riesigen Kleiderschrank (derzeit hab ich gar keinen) und ich benötige auch nicht die neueste fancy pancy Digitalkamera.
Es ist ein Motto welches ich mir aneignete:

„Es ist egal was ich tun soll! Ich mach das Gegenteil!“

Man Ray


Das mache ich mit Vorsatz im Bezug auf: nicht sagen, nicht Teilnehmen, nicht besitzen, nicht nutzen, nicht tun.

Finde neue Freunde im negativen, im Unbeständigem sei ein Anti-Held!

Sei kreativ und nicht konform!
HABE KEINE ANGST! TEILE DEINE ARBEITEN!
Um es zurück auf den Punkt zu bringen:

  • Habe keine Angst Follower zu verlieren, weil du umstrittene Fotografien veröffentlichst! Andy Warhol wurde für seine Suppendose gehasst, genauso wie Picasso für seinen Kubismus.
  • Teile nur Fotografien, welche du wirklich selber magst!
  • Je mehr du veröffentlichst, desto mehr Selbstvertrauen wird wachsen!

Gruß Herr Rausch

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Auch „Fotografen-Diesel“ genannt

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