Die fetten Jahre sind vorbei

Richte dich auf ein spartanisches Leben als Fotograf ein!

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

die Frage des Tages lautet:

Wieviel möchtest du mir deiner Fotografie verdienen?

Fakt ist:

  • Das beliebteste Zahlungsmittel ist ein „Like“.
  • Die Erwartungen, welche mit einem „Like“ verknüpft ist, steigen stetig.

Die grundlegendste Regel der Ökonomie lautet:

  • Wenn deine Ausgaben größer sind als deine Einnahmen, dann gehst du Pleite.

Ein möglicher Ausweg:

  • Du gibst in deinem Job das gewisse Extra, um den Erwartungen deiner „I-Like-Kundschaft“ zu entsprechen.
  • Durch hartes Sparen, viele Überstunden und geübten Verzicht, bist du in der Lage deine Ausrüstung ständig den Erwartungen deiner gut zahlenden und wertschätzenden Kundschaft anzupassen.
  • Du bleibst beliebt, altruistisch und dienst auf diese Weise dem Gemeinwohl.

Dies ist mit Abstand der beliebteste und erfolgsversprechende Weg! Jedenfalls für deine im Wert nicht zu erfassende Kundschaft. Du subventionierst deine Kunden, diese müssen im Gegenzug nicht mal fähig, willig und bereit sein irgendetwas anderes zu bezahlen als ein „Like“. Der in nicht absehbarer Zeit als neue Weltwährung eingeführt wird, damit du dir endlich wieder Butter für dein Brot kaufen kannst.

Ganz ehrlich, wir alle lieben Menschen, die uns subventionieren und uns unsere Wünsche erfüllen.

Ein alternativer Weg:

  • Du richtest dich auf ein spartanisches Leben ein.

Deine Mitmenschen sind nämlich nicht fähig, willig und bereit einen fair ausgehandelten Preis für Fotografie zu bezahlen. Weshalb sollst gerade du das ausbaden?

Keine Extras:

  • Kein Auto
  • Kein Studio
  • Keine große repräsentative Wohnung
  • Keine Jagd auf die neueste Technik der Fotoindustrie

Jedes einzelne Extra, macht dich nämlich nur mehr abhängig von einem Einkommen, welches du durch das Erhalten von „Likes“ nicht erhältst. Dein Einkommen wird, in dieser schönen Welt, immer noch durch Geld bestimmt.

Lass dich nicht erpressen

Mitunter können die Ausgaben für die Fotografie sehr hoch sein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du dich zwangsläufig dem Druck durch eine nicht existierende „Like“-Währung beugst. Dies bedeutet nämlich, dass du dich unter Preis verkaufst und dich gegenüber deinen Followern versklavst und dich ihrer Willkür aussetzt.

Mein Ratschlag:

  • Verzichte auf „Likes“ und Follower in den sozialen Netzwerken.
    Mit dem Verzicht auf Mitmenschen, welche nie vorhatten, dich fair oder würdevoll zu bezahlen, um wenigstens kostendeckend zu bleiben. So verzichtest du auf Dinge in deinem Leben, ohne die du wesentlich besser dran bist.

Es ist deine freie Entscheidung

Wie du dich als Fotograf präsentierst.

Du kannst gerne dich gerne als der Facebook-Fotograf und König der sozialen Netzwerke präsentieren mit Studio, toller Ausrüstung und allem Schnick-Schnack.

Jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du schneller Pleite bist als jeder andere um dich herum.

Die Konsequenz

  1. Verschwende keine Zeit und kein Geld für Mitmenschen, welche dich nicht wertschätzen.
  2. Verschwende kein Geld und keine Zeit für eine fotografische Ausrüstung, welche ohne nennenswerte Gegenleistung vom „I-Like-Kunden“ gefordert wird.
  3. Baue dir deine eigene Community auf!
    Die Vorrausetzung dafür ist einfach: Du musst nur sozialverträglich sein.

Wenn dich jemand mag und an dich glaubt, dann wird sich diese Person darum kümmern, dass es dir nach getaner Arbeit nicht schlechter geht als vorher. Es bedeutet, dass sie dich wertschätzen wird. Dies wird sie dich spüren lassen vor, während und nach der Zusammenarbeit. Es muss nicht zwingend Geld sein, dass da fließt. Es kann der Kinobesuch, ein wundervolles, erfrischend und erweiterndes Gespräch sein, eine wundervoll verbrachte Zeit, welche für lange Zeit in Erinnerung bleibt. Manchmal sind es nur das Lieblingsessen von Mutti.

Liebe Grüße Herr Rausch

Für den Kaffee

Auch "Fotografen-Diesel" genannt

€1,00

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