7 Erkennungsmerkmale von Foto-Fürsten und Lebensbeamten

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

wir alle sind in unserem Leben schon auf mehr oder weniger autoritäre Menschen getroffen. Autoritäre Menschen bleiben lange in Erinnerung und ihr Verhalten wirkt ähnlich giftig, wie dass der toxischen Menschen. Es ist sehr offensichtlich, das Foto-Fürsten oder selbsternannte Lebensbeamte eine große Ähnlichkeit mit toxischen Menschen haben. Genau wie den toxischen Menschen, können wir den autoritären Lebensbeamten in nahezu allen Bereichen des Lebens finden. Der Unterschied liegt in ihrem Sein, der toxische Mensch arbeitet lieber verdeckt und möchte unerkannt bleiben, während der autoritäre Charakter ganz offensichtlich und gut sichtbar arbeitet. Das macht es wesentlich leichter, den autoritären Charakter von einem toxischen Charakter zu trennen. Viele von uns haben bereits mehr als genug Bekanntschaften mit autoritären Charakteren gemacht, denn wir finden diese Lebensbeamten in der Schule, der eigenen Familie, am Arbeitsplatz, in Straßenverkehr, auf Feiern und Partys und im Supermarkt. Gerne nutzen autoritäre Charakter ihre zugestandene Macht, um diese zu missbrauchen. Sie neigen zu Vorurteilen, zu übertrieben harten Strafen, zu konservativen Denkweisen und Schemata, sie fordern eine strenge Loyalität und dulden keine Widerrede, damit fällt es ihnen wesentlich leicht andere Menschen zu dominieren. Foto-Fürsten, Hüter des „richtigen“ Lebens oder sogenannte Lebensbeamte sind sich selbst nicht zu schade, ihre selbst ausgelebte Doppelmoral offen und ungeniert auszuleben und sie sind gerade zu berühmt für ihren Zynismus und ihre Intoleranz. Im Gegensatz zur toxischen Persönlichkeit ist die autoritäre Persönlichkeit mittlerweile durch die Psychologie, die Soziologie und Philosophie sehr gut erforscht, erfasst und beschrieben. Die Erforschung der autoritären Persönlichkeit fand ihren Anfang kurz nach der Beendigung des zweiten Weltkrieges und ist bis heute nicht abgeschlossen. Die wohl bekanntesten Schriften hierzu finden wir von Theodor W. Adorno und Erich Fromm. Die heutige Forschung geht davon aus, dass einer autoritären Persönlichkeit immer einer pathische Meinung zu Grunde legt, um daraus eine Ideologie zu entwickeln, welche dann in eine mehr und antidemokratischen Lebensphilosophie einfließt. Die Ansätze finden wir nicht nur in Religionen, in der Politik und des Arbeitslebens. Wir finden solche Ansätze in allen Lebensbereichen des menschlichen Zusammenlebens.

Natürlich können wir weiterhin in dem Glauben leben, dass sich die Erkenntnisse über den autoritären Charakter abgelebt haben und unsere Augen davor verschließen. Schließlich haben sich die Zeiten, die Umstände, die Verhältnisse und Gesellschaften geändert. Es ist jedoch sehr gefährlich mit diesem Glauben zu leben, denn dieser Glaube geht einher mit der Annahme, dass es keine Machtgelüste, keine autoritären Persönlichkeiten geben kann. Du kannst diesen Glauben schließlich auch sehr autoritär Vertreten und zur Not auch mit aller Macht durchboxen.

In jedem Fall liefern diese eher gefährlichen Annahmen keine haltbaren Gründe, weshalb wir machthungrige Politiker oder in den eigenen vier Wänden autoritäre Mütter, Väter oder Großeltern haben. Wie erklären wir sonst autoritäre Foto-Fürsten, Ordnungshüter des einzig „richtigen“ und „wahren“ Lebens und all die anderen Lebensbeamten, welche ohne jegliches Gewissen und Rücksicht ihre eigenen Interessen mit aller Gewalt durchsetzen?

Es ist Zeit, dass wir uns damit abfinden, dass es eine natürliche und menschliche Regung ist, dass es Menschen gibt, welche sich durch „Macht über andere“ genauso angezogen fühlen, wie Motten vom Licht. Selbst der Wille zur Machtergreifung ist ein gutbeschriebenes erfasstes Profil in der Psychologie, Philosophie und der Geschichte unterschiedlichster Kulturen.

Autoritäre Charaktere, Foto-Fürsten, Ordnungshüter über das einzig „richtige“ und „wahre“ Leben, Lebensbeamte und Tyrannen arbeiten gerne mit einer perfiden Manipulation des Umfeldes. Indem sie die Freiheit des anderen einschränken, unterdrücken oder möglichst verbieten, um das eigene Verständnis von Freiheit durchzusetzen. Damit dies gelingt sind einige Grundbedingungen erforderlich.

  1. Sie verlangen blinden Gehorsam und absolute Loyalität gegenüber ihrer Gesetze, Werte, Prinzipien, Sitten und Ideale.
    Foto-Fürsten, Lebensbeamte und Kleriker des einzig „richtigen“ und „wahren“ Lebens bedienen sich des Tricks der extremen Vereinfachung. Ihr Intellekt entspricht in etwa dem eines fünfjährigen Kindes. In ihrer Welt existieren nur zwei Kategorien, entweder ist es „gut“ oder „schlecht“. Solltest du das Glück haben und mit einer autoritären Persönlichkeit konform sein (d.h. du teilst mit ihm dieselben Ansichten, Denkweisen, Sichtweisen, Werte, Prinzipien, Sitten und Ideale), dann bist du für eine autoritäre Persönlichkeit auf dem „richtigen“ und akzeptablen Weg. Dieser „richtige“ und akzeptable Weg, wird zwar ständig durch die autoritäre Persönlichkeit kontrolliert und abgefragt, solange du nicht abweichst, hast du deine Ruhe. Denn das Kind erhält seinen Willen.
    Solltest du es jedoch wagen und dein Recht auf persönliche Freiheit nehmen und dir unerlaubt eine eigene Lebensphilosophie erlauben, wirst du sehr schnell zum Feindbild für die autoritäre Persönlichkeit. Dies liegt an daran, dass ein Foto-Fürst, ein Lebensbeamter oder ein Kleriker des Lebens, sehr eng und damit sehr genau definiert hat, was allein für die unantastbare Autorität als „guter“ Mensch, „guter“ Fotograf, „guter“ Freund oder „guter“ Vater zu bezeichnen ist. Diese persönlichen Neigungen, Meinungen, sowie die politischen und religiösen Anschichten, Lieblingsmannschaften und Verhaltensweisen der autoritären Persönlichkeit sind wie heilige Tempel zu betrachten und zu behandeln. Alle anderen Mitmenschen haben dies mit großer Demut und tiefen, tiefen Respekt zu würdigen. Hier erklärt sich auch ihre generalisierte Feindseligkeit gegenüber, anderen Meinungen, Sicht- und Denkweisen, Normen, Werte und Sitten, sowie Andersdenkenden. Denn autoritäre Persönlichkeiten sind selbst der Maßstab für alles andere in diesem Universum. Sie verstehen sich als das Licht, die Erlösung und die Lösung für alles.
  2. Sie sind egozentrisch und egoistisch.
    Foto-Fürsten, Lebensbeamte und Kleriker des „richtigen“ Lebens zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie wirklich alles daran setzen, dass sie in jedem Falle im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sie sind die Besten, sie haben das Beste und nur ihnen allein steht das Beste zu. Und überhaupt sind diese autoritären Persönlichkeiten, dass einzig denkbare und annehmbare in der unerreichbaren Vorbildlichkeit der Lebensführung und Ausübung ihrer Kultur.
    Diese Lebensphilosophie führt zwar zur Diffamierung, Diskriminierung und Abwertung von unpassenden und nicht akzeptablen Verhaltensweisen und Praktiken, welche gerne mit gefährlichen Vorurteilen beladen werden, mit dem klaren Ziel das „Andere“ (was nicht ins eigene Weltbild passt) zurückzuweisen, einzuschränken, zu bekämpfen und zu verachten.
  3. Sie verbreiten gerne Angst
    Wer sein Wissen, seine Prinzipien, seine Werte und Ideale sehr klar und sehr eng definiert und begrenzt hat und dies als Absolut objektiv und einzig richtig darstellt, lebt auch in dem uneingestandenen Wissen, dass er nur auf ein begrenztes Wissen, begrenzte Werte und genauso begrenzte Ideale zurückgreifen kann. Wer genauer hinschaut und genauer darüber nachdenkt bemerkt schnell, dass all dieses objektive und absolute „Wissen“ schlecht durchdacht und schlecht differenziert ist.
    Wer sein Wissen, seine Werte, seine Prinzipien und Ideale so eng und klar begrenzt und darüber hinaus als Absolut, als den einzig zulässigen Maßstab verkündet und darstellt lebt in einer ständigen Angst, als wahrlich absoluter Idiot enttarnt zu werden. Seine vehemente Ablehnung alles Neuen, Unbekannten, Diversen und Differenzierten nutzt die autoritäre Persönlichkeit, um sich selbst nicht weiterentwickeln zu müssen und als Methode, dass sich seine Umwelt nicht weiterentwickelt. Nur die konsequente Anlehnung und Verhinderung des Fortschritts, der Entwicklung, der Schaffung von neuem Wissen und damit neuen Einsichten hilft dem Kleriker des „richtigen“ Lebens und dem Foto-Fürsten insoweit, dass er nicht als elendiger Volltrottel entlarvt wird.
    Dieses Verhalten finden wir bei autoritären Persönlichkeiten auf allen Ebenen des Lebens, in der Familie, im Beruf, im Verein, auf dem Parkplatz und im Supermarkt. Autoritäre Persönlichkeiten setzten gerne Drohungen ein, sie lieben es Angst zu verbreiten, indem sie Befürchtungen und schreckliche Darstellungen von noch nicht eingetretenen Situationen beschwören, um andere Menschen gefügig zu machen. Hier ist besonders auffällig, dass sie versuchen jegliche Differenzierung im Keim zu ersticken, sie verhindern Diskussionen, Fragen und Argumentationen zur Not mit Gewalt. Nur so können autoritäre Persönlichkeiten eine relativierende Sichtweise, eine bessere Zukunft, einen möglichen Fortschritt oder irgendeine Verbesserung effektiv verhindern und aufhalten. Gerne rasten diese autoritären Persönlichkeiten so sehr aus, dass es ihnen gelingt Tabus zu etablieren, um die Umwelt zu zwingen, dass sie nicht ausrasten und ausflippen. Mit jedem installierten Tabu stärken und festigen autoritäre Persönlichkeiten ihre Machtposition.
  4. Sie allein definieren und bestimmen darüber wer erfolgreich ist und was Erfolg überhaupt ist.
    Foto-Fürsten, Klerikern des „richtigen“ Lebens und Lebensbeamten ist es völlig egal, ob du etwas trainiert, studiert, gelernt oder durch Erfahrung erworben hast. Sie interessieren sich nicht für andere Menschen, neues Wissen, neue Erfahrungen oder neue Kenntnisse. Ihnen ist es völlig egal, wie dein Lebenslauf aussieht, welche Hobbys, welche Lehrgänge, welche Zertifikate und wofür du einen Doktortitel bekommen hast. Denn autoritäre Persönlichkeiten stehen grundsätzlich und immer, über andere Menschen in allen Belangen des Lebens. Dies erreichen sie durch zur Hilfenahme einer besonders perfiden und ekelhaften Manipulationstechnik, welche auf Hinterhältigkeit und einer aggressiven Verachtung beruht. Hier leben autoritäre Persönlichkeiten offen sichtbar ihren Zynismus aus.
    Es ist möglich, dass du zum Beispiel die Fotografie studiert hast, es kann auch sein, dass du durch ständige Fortbildungen an das ein oder andere Zertifikat gekommen bist. Für eine autoritäre Persönlichkeit spielt es keine Rolle, was du alles unternimmst. Es wird niemals reichen, dies ist bei diesem Persönlichkeitstypus nicht vorgesehen. Denn jegliches Studium, jedes Zertifikat, jegliches Lernen oder Erlernen, ist der Sichtbare und offensichtliche Beweis, dass es dir an angeborenen fotografischen Talents fehlt. Selbstverständlich ist die autoritäre Persönlichkeit, der Foto-Fürst, der Kleriker des „richten“ Lebens im Besitz dieses Talentes. Denn nach der Definition der autoritären Persönlichkeiten, ist es gar nicht möglich so etwas wie „Fotografie“ zu erlernen, dafür müsste man erst das „richtige“ Sehen erlernen. Was „richtiges“ Sehen ist, definiert selbstverständlich nur die autoritäre Persönlichkeit und nicht irgendein anderer unwürdiger Wurm. „Richtige“ und „wahre“ Fotografie kann man gar nicht erlernen. „Richtige“ und „wahre“ Fotografie ist ein angeborenes Talent. Wenn du also nicht so ein Arschloch wie ein Foto-Fürst oder eine andere autoritäre Persönlichkeit bist, dann fehlt dir das Talent. That´s it. Du musst damit Leben.
    Solltest du es dennoch überraschender Weise geschafft haben, einer dir von der autoritären Persönlichkeit zugetraute Aufgabe „ausreichend“ zu erledigen und dabei Kompetent und selbstsicher zu wirken. Richte dich darauf ein, dass es niemals wieder passieren wird. Denn die nachfolgenden Aufgabenstellungen, werden so gestaltet, dass du deine Kompetenzen und deine Selbstsicherheit nicht einsetzen kannst. Und um beim Zynismus der autoritären Persönlichkeiten zu bleiben, wird dir im Anschluss attestiert, dass beim ersten Mal sehr, sehr viel Glück im Spiel gewesen sein muss, wenn man es mit der aktuellen Abgabe ins Verhältnis setzt. Dies wird dann durch die autoritäre Persönlichkeit noch abschließend quittiert mit: „Das habe ich vorher gewusst!“. In der nächsten und abschließenden Phase wird die zugetraute Aufgabe oder Arbeit einfach abgenommen und anderen zugeteilt, es wird jemand sein, der besser und zuverlässiger ist. Richtig unangenehm wird es, wenn die autoritäre Persönlichkeit sich selbst der Aufgabe annimmt, denn wirklich niemand in diesem Universum, ist in der Lage es besser zu erledigen. Es stellt sich sehr oft erst im Nachhinein die Frage, weshalb diese autoritäre Persönlichkeit es nicht von beginn an selbst erledigt hat. Meist fehlt diesen Persönlichkeiten jegliche Fähigkeit, um es selbst zu erledigen. Sie benötigen jedoch die Demütigung des anderen, um ihren leeren und bösartigen Selbstwert zu nähren. Autoritäre Persönlichkeiten fangen richtig an zu leiden, wenn sie auf erledigte Aufgaben stoßen, welche mindestens als „befriedigend“ zu bezeichnen sind. Sie neigen dann zum großen Drama und fangen an zu quieken, zu flehen und zu schreien, als ob ein Vampir damit bedroht wird, dass er dem Tageslicht ausgesetzt wird. Anschließend wird es zu langwierigen, ermüdenden und endlosen Diskussionen kommen, weshalb ein „befriedigend“ vergleichbar mit einem „mangelhaft“ ist. Auf diese Weise übernimmt die autoritäre Persönlichkeit die Deutungshoheit über den Begriff „Erfolg“, somit auch über dein großes Glück auch mal überraschend Glück zuhaben und damit auch ein einziges „erfolgreich“ zu sein. Autoritären Persönlichkeiten wird dieser Fehler allerdings kein zweites Mal passieren, deswegen werden sie dir alle Steine in den Weg legen, welche sich finden lassen.
  5. Sie neigen zu Aggressionen
    Jeder von uns weiß, dass autoritäre Persönlichkeiten, gerne eine Machposition einnehmen, um anschließend über andere bestimmen zu können. Wir erleben es in der Familie, im Beruf, der Politik, im Fotoverein oder am Fotostammtisch. Der Stil dieser Kleriker des Lebens, der Ordnungshüter über „richtig“ und „wahr“ oder den willkürlichen und selbstherrlichen Foto-Fürsten ist dabei alles andere als demokratisch. Denn diese Auserwählten repräsentieren (zwar ungewählt und ungefragt) eine imaginäre und immense Selbstermächtigung (sie haben einen Sprung in der Schüssel), um im Namen wirklich aller Menschen im Universum zu sprechen. Lange und wichtige Debatten, welche auf der Grundlage der Findung einer Lösung eine Diskussion benötigen, kenne diese Tyrannen nicht. Sie haben keinerlei Interesse an Perspektiv wechsel, denn dies würde eine emotionale Intelligenz voraussetzen, welche den autoritären Menschen einfach komplett fehlt. Es ist weder ihr Ziel noch ihr Bestreben eine Beziehung zu anderen Menschen zu führen, welche auf gegenseitiges Verständnis, wohlwollen, Harmonie und Rücksichtnahme beruht. Wahre Autoritäten, befehlen, ordnen an und drangsalieren solange ihre Mitmenschen, bis sie ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ziele gewahrt sehen, dabei schrecken sie auch nicht vor offener oder verdeckter Gewalt zurück. Was mit Mitmenschen ist interessiert eine Autorität nicht.
    Kleriker, Ordnungshüter und Foto-Fürsten besitzen eine sehr niedrige Toleranzgrenze im Bezug auf ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ziele. Falls es dazukommen sollte, dass ihre sehr engen Grenzen überschritten werden, kommt es zu einer explosionsartigen Entladung einer unglaublichen, schier nicht erfassbaren Frustration. Gerne lassen sie dann ihren Aggressionen freien Lauf ohne jegliches Mitgefühl gegenüber ihrem Opfer. Der Mangel an emotionaler Intelligenz und das Fehlen von sozialen Kompetenzen macht es autoritären Persönlichkeiten unmöglich die Wünsche, Bedürfnisse und Ziele ihrer Mitmenschen zu erahnen geschweige denn zu sehen. Für autoritäre Persönlichkeiten steht es fest, dass Bedürfnisse, Wünsche und Ziele anderer, nicht weiter als sentimentale Übertreibungen, irgendwelche niederen, triebhaften und Verabscheuungswürdigen Zielen oder andere Schwächen sind.
  6. Sie benötigen das Vorurteil, wie die Luft zu Atmen
    Es ist ein wesentlicher Bestandteil der autoritären Persönlichkeit. Es liegt an seinem sehr kleinen und eingeschränktem Horizont, der keine abweichende oder divergierende Sichtweise zulässt und damit auch keine Abweichung der eigenen einzig „richtigen“ und „wahren“ Glaubenssätze sowie Handlungen und Meinungen zulässt. Dieses einzigartige und prachtvolle „Wissen“ hat sich schließlich eine autoritäre Persönlichkeit aufwendig und lange innerhalb seines engen Horizontes gebildet und hart erarbeitet. Diese langen Qualen des Lernens und Erprobens, will der Kleriker, der Hüter des „richten“ und „wahren“ seinen Mitmenschen selbstverständlich ersparen. Deshalb ist es ein wichtiges Anliegen für autoritäre Persönlichkeiten, dass sich seine Mitmenschen nicht mit dem wirklich unnötigen und belastenden Lernen und Erproben beschäftigen. Einzig die Autorität weiß, was, wann und in welcher Menge für wen „richtig“ und „falsch“ ist. Nur die Autorität hat genug Wissen und Erfahrung, darüber zu bestimmen, welches Wissen andere nicht benötigen, um im Leben voran zu kommen. Auf diese Weise werden die Vorurteile der engstirnigen und autoritären Persönlichkeit um so mächtiger und wirkungsvoller, denn auf diese Weise verhindert er eine sich entwickelnde Gesellschaft. Es ist absolut aussichtslos, mit einer autoritären Persönlichkeit über den demokratischen Diskurs an ein würdigeres, zukünftiges und respektvolles Leben gemeinsam mit anderen Menschen zu gestalten. Sie werden alles blockieren und jedem Argument zwei Vorurteile entgegenbringen.
  7. Sie neigen zu Oberflächlichkeiten
    Eigentlich leben sie förmlich in einem Meer aus Oberflächlichkeiten. Im ersten Augenblick mögen wir durch die zur Schaustellung all der Oberflächlichkeiten, wie Statussymbole oder „mein Haus, mein Auto, meine Freu und meine Geliebte, mein Urlaub“ geblendet sein. Es wird aber der Tag kommen, da werden uns diese autoritären Persönlichkeiten etwas anbieten, zeigen und schmackhaft machen. Es wird ein Weg sein, der verlockend einfach einzuschlagen ist, um selbst auch eine Möglichkeit zu erhalten, um an all diese herrlichen Oberflächlichkeiten und Statussymbole zu gelangen. Du wirst nur etwas tun müssen, dass dir selbst und deinem Selbstwert schadet, etwas dass dich selbst erschreckt und etwas, dass du eigentlich verabscheust. Solltest du der Verlockungen der autoritären Persönlichkeit nachgehen, dann wird sie es in Zukunft gegen dich als Faustpfand halten. Sie wird das kleine gemeinsame dreckige Geheimnis nicht verraten. Du musst nur einzig und allein nur das tun, was dein Herrscher von dir verlangt. Auf diese Weise rekrutiert eine autoritäre Persönlichkeit willige kleine Handlanger, welche sich oft im Dunstkreis der Autorität bewegen. Während die Autorität stets von einem erhobenen Sockel thront und aus sicherer Entfernung auf alles herabblickt. Das Fundament dieses Sockels ist jedoch nicht besonders stark gebaut und hält kaum größeren Belastungsproben stand. Es reicht völlig sich einige Argumente der Foto-Fürsten, Lebensbeamten oder Klerikern des „richtigen“ und „wahren“ Lebens anzuhören, um den verwahrlosten, einfältigen und leeren Verstand der sogenannten Autorität zu erkennen und zu entlarven, der alles andere Preis gibt als Verantwortung, Solidarität und Teilhabe. Denn das persönliche Universum der autoritären Persönlichkeit dreht sich allein um die erbarmungslose Verteidigung ihrer Universellen und einzig „richtigen“ und „wahren“ Wahrheiten und Lehren. Hierbei reicht es oft ihre Argumentationen, wie ein Kartenhaus zusammenfallen zu lassen, indem man ihre auf einer Ideologie oder pathischen Meinung beruhenden Argumente mit einfachen und simplen Fragen aussetzt.

Das größte Problem der autoritären Persönlichkeiten ist jedoch, dass die Wurzel des vereinfachten Denkens auf Aggressionen aufbaut.

Daher kannst du fest damit rechnen, dass wenn du dich einer autoritären Persönlichkeit in den Weg stellst, sie hinterfragst oder nicht ernst nimmst, dass sie dich als Bedrohung wahrnimmt und alles dransetzen wird, dich aus dem Weg zu räumen. Autoritäre Persönlichkeiten blühen erst richtig auf, wenn sie sich unterlegen fühlen und oder nur gefühlt unterlegen sein könnten, dies entfesselt meist ihr komplettes Potenzial an Aggressionen explosionsartig.

Deshalb ist es ratsam und wichtig, dass wir uns nur mit größtmöglicher Vorsicht in die Nähe einer autoritären Persönlichkeit begeben.

Es ist sehr wichtig zu ihnen eine angemessene Distanz zu wahren. Es ist der Beste und einzige Weg seine eigene Integrität und Gesundheit zu schützen und zu bewahren.

Hierfür ist es jedoch wichtig autoritäre Persönlichkeiten frühzeitig zu erkennen, nicht nur um sich ihrer zu erwehren, sondern ihnen auch nicht auf dem Leim zugehen und unfreiwillig ein williger Diener der Autorität wird. Nur auf diese Weise verhindern wir ihre bedeutungslose, willkürliche Macht und erhalten unsere Diversität, unsere Demokratie und unsere Freiheit der Fotografie.

Liebe Grüße Herr Rausch

Für den Kaffee

Auch "Fotografen-Diesel" genannt

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