Entweder „gratis“ oder „zu teuer“

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

es ist existiert eine sehr einfache Preisstrategie. Entweder bist du „gratis“ oder „zu teuer“. Solange du dich irgendwo dazwischen befindest, wird es immer einen geben, der „billiger“ ist oder einen der mehr verdient als du.

Als Beispiel:

Meine Beiträge auf diesem Blog sind gratis. Meine Bücher bei Blurb sind jedoch „sehr teuer“. Und wenn du einen Workshop oder Unterricht von mir haben möchtest oder ich soll in deinem Auftrag etwas fotografieren, dann wird es sehr exklusiv.

Weshalb kostenlos

Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele „günstige“ Fotografen ich mittlerweile überlebt habe. Mit der Zeit habe ich begriffen, dass es nicht günstigeres als kostenlos gibt.

Dinge welche als kostenlos angepriesen werden, verbreiten ich schneller und effektiver. Aus diesem Grund sind all meine Artikel, meine PDF´s, Podcasts und Fotografien auf DIESEM Blog kostenlos.

Noch ein paar weitere ehrliche Worte dazu:

Das Internet ist voll mit kostenlosen Dingen. Es ist so ziemlich alles kostenlos erhältlich, was man sich wünscht. Dennoch existiert kein Rechtsanspruch auf „alles kostenlos“!

Von der Fähigkeit, dem Willen und der Bereitschaft

Wenn wir uns für uns selbst Fotografien benötigen, dann haben wir die Möglichkeit, uns die nötige Ausrüstung zu besorgen, das nötige Fachwissen anzueignen und mit Erfahrung zu unterlegen, um Fotografien nach unseren eigenen Wünschen zu erstellen. Wir sind auch in der Lage andere Menschen darum zu bitten, für uns die gewünschten Fotografien zu erstellen, in der Hoffnung das der beteiligte Fotograf keinerlei Gegenleistung verlangt. Allerdings sind wir auch in der Lage Geld als Tauschmittel einzusetzen oder anzubieten, um im Tausch „Geld gegen Fotografie“ unseren Wunsch erfüllt zu bekommen.

Eventuell habe ich einen großen Fehler in meiner perspektive auf das Leben. Denn ich verstehe nicht, weshalb gerade die besonders „guten“ und „besten“ Freunde eines Fotografen besonders oft und laut darauf hinweisen, dass gerade sie einen erwirkten Rechtsanspruch auf „alles kostenlos“ haben. Diese „besonderen“ Freunde sehen und erleben, die knappe Freizeit des Fotografen und verlangen diese Freizeit noch weiter zu verknappen, indem sie mal eben eine kostenlose Hochzeitsreportage verlangen, damit es wirklich großartige Fotografien werden. Ich würde meine besten Freunde auf meine Hochzeit einladen, damit sie mit mir zusammen feiern, aber ich würde sie nicht bitten, meine Hochzeit kostenlos fotografieren zu lassen.

Meine Meinung zu diesen „besonderen“ Freunden ist:

  1. Ihnen fehlt die Fähigkeit, dich als besten Freund zu erkennen.
    Sonst würden sie dich einfach nur einladen.
  2. Ihnen fehlt die Bereitschaft, dich als nützlichen Freund zu erkennen.
    Sonst würden sie dich nicht bitten kostenlos zu arbeiten.
  3. Ihnen fehlt der Wille dich als wahren Freund zu erkennen.
    Sonst würden sie einen anderen Fotografen fragen. Der will allerdings ein Honorar, welches unter allem Umständen umgangen werden soll.

Wir Fotografen könnten in unserer Freizeit ein Buch lesen, uns um unsere Familie kümmern, ins Kino gehen oder die Oma besuchen. Wir könnten uns mit Millionen anderer für uns sinnstiftenden, nützlichen und erholsamen Dingen beschäftigen, welche man in seiner Freizeit tut. Welche Fähigkeiten, welche Bereitschaft und welcher Wille muss bei dem besonders „guten“ Freund fehlen, um gerade seine 12 stündige „Hochtzeitsreportage“ als erholsam entspannt zu bezeichnen, vor allem wenn die Anforderungen bei der kostenlosen Leistung dieselben sind, als wären sie bezahlt. Mittlerweile lasse ich es nicht mehr als Unbedarftheit und Unwissen durchgehen, sondern es ist gezieltes Ausnutzen und parasitäres Verhalten auf Kosten anderer.

Es ist ganz einfach:

Besonders „gute“ Freunde, welche nicht fähig, bereit und willens sind, dich als besonders „guten“ Freund zu erkennen, werden dich niemals für irgendetwas in irgendeiner Weise fair behandeln oder bezahlen.

Kostenlos aber nicht alles

Ihr könnt sehr viel über meine Fotografie auf diesem Blog und in meinem Podcast lesen, hören und erfahren. Es ist alles gratis, kostenlos und von eurer Zeit unabhängig. Wenn du allerdings eine Anleitung von mir wünschst, einen Vortrag, ein „personal-coaching“, dann muss es bezahlt werden. Denn nur deine Bezahlung garantiert, dass auch du die Gewissheit hast, dass ich mich für deine Probleme in meiner Freizeit interessiere. Dein Chef macht es mit dir auch nicht anders.

Das Fazit lautet:

Ich biete einiges kostenlos an, jedoch nicht alles. Es existiert kein Rechtsanspruch auf kostenlos. Wenn ich dir zu exklusiv bin, dann existieren genug andere Fotografen auf dem Markt, welche weniger exklusiv sind. Du als Kunde musst fähig, bereit und Willens sein etwas anzubieten, dass mein Interesse weckt. Deine „Likes“ und deine Werbung kannst du bei der Bank verzinsen lassen oder beim nächsten Einkauf im Supermarkt anbieten. Wie wäre es zur Abwechslung mit etwas Nützlichem und Verwertbarem? Es muss nicht zwingend Geld sein, dann aber mindestens eine bedeutungsvolle Erweiterung meiner persönlichen Interessen.

Liebe Grüße Herr Rausch

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