An die Hüter der „guten“ Fotografie

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

hiermit schlage ich euch eine neue Denkweise für die Fotografie vor. Ich las im Blog von EricKimPhotography das erste Mal von einer Denkweise für „neue“-Fotografie. Als ich vor langer Zeit angefangen habe, mich für die Fotografie zu interessieren, stieß ich schnell auf eine Vielzahl von „Regeln“.

Hier einige Beispiele:

  • Damit die Fotos ehrlich sind, darf man nicht um Erlaubnis bitten.
  • Ein Portrait auf der Straße ist keine Street-Fotografie.
  • Du sollst dein Bild nicht zuschneiden.
  • Du sollst kein Weitwinkelobjektiv benutzen. (nicht unter 35mm Brennweite)
  • Nur monochrome Bilder sind legitime Street-Fotos.
  • Du sollst die Szene nicht „stören“.
  • Nutze für die Street-Fotografie eine kleine, leichte, kompakte Kamera.
  • Sei ein Jünger von Henri Cartier Bresson.
  • Nur eine Vollformat-Kamera macht richtige Fotos.

Einige dieser Regeln stammen – in ähnlicher Form – sogar von HCB.

Ich dir etwas Wichtiges zu diesen „Regeln“ sagen:

Höre nicht auf sie.

Es sind Regeln, Gebote und Gesetze von selbstherrlichen und willkürlichen Spinnern!

Diese Regeln und vermeidlichen Gesetze sind vor langer Zeit entstanden. Diese Regeln haben in unsere postmodernen Welt keine Gültigkeit.

Das große Problem dieser Regeln ist, dass es Foto-Tyrannen und -Diktatoren ermöglichen. Nicht wenige Fotografen rasten völlig aus, werden richtig böse und ungehalten und verhalten sich tatsächlich wie ein Tyrann, wenn man gegen diese „Regeln“ verstößt.

Meine Definition eines tyrannischen Foto-Fürsten ist:

Ein tyrannischer Foto-Fürst erwartet von allen anderen Fotografen, dass alles so fotografiert wird, wie er allein es wünscht. Denn nur die Art und Weise, die ein Foto-Tyrann bevprzugt, ist die einzig richtige Art und Weise, wie überhaupt fotografieren werden kann, darf und soll.

Höre nicht auf diese Foto-Tyrannen! Du bist ein freier Mensch. Du bist einzigartig! Erfreue dich daran!

Diese Foto-Tyrannen, Protektionisten und Kleriker der einzig „wahren“, „echten“ und „richtigen“ Fotografie übersehen einen wichtigen Punkt:

Wir sind alle verschiedene, einzigartige, idiosynkratische Menschen, somit sind Fotografen dies auch.

Es existiert nichts Dümmeres, Stumpferes und Sinnloseres, als diesen willkürlichen und selbstherrlichen „Regeln“ eines selbsternannten tyrannischen Foto- Diktatoren zu folgen. Diese Arschlöcher existieren nicht nur in der Fotografie, wir begegnen ihnen in allen Lebensbereichen.

Sie verlangen von dir, dass du die Wünsche der Selbstherrlichkeit, ohne fürstliche Entlohnung erfüllst. Sie dulden keine Abweichungen und anderen Sichtweisen. Solltest du sich diesen überaus, intoleranten, asozialen und tyrannischen Vollidioten widersetzen, werden sie dich egoistisch, egozentrisch und als verwerflich betiteln. Wir kennen diese Probleme nicht nur in der Fotografie und in der Kunst! Wer nachdenkt, findet in seinem Leben genügend Beispiele im Privaten, auf Arbeit, im Verkehr, auf der Straße, in der Politik usw.

Ich schweife ab. Zurück zum Thema!

Wie können wir von Anderen verlangen und erwarten, dass sie so fotografieren, wie wir es uns wünschen bzw. wie wir es selber machen würden?

Ich bitte an dieser Stelle um mehr Toleranz!

Hier meine Idee:
Habe deine eigene starke Meinung, fotografiere dein Streets/ deine Fotos so, wie du es wünschst! Entwickle deine eigenen Regeln und folge diesen. Du kannst deine Regeln auch beugen, wenn du es wünschst. Aber mache niemals den Fehler und verlange von Anderen, dass sie so fotografieren, wie du es selber machst! Du wirst feststellen, dass Fotografie dann sehr bereichernd wird. Sie wird dir Freude schenken und Lust machen, noch mehr Bilder und Kunst zu erschaffen. Du wirst eine Hartnäckigkeit entwickeln, die ihresgleichen sucht. Gleichzeitig erlaubst du allen anderen Fotografen, so zu fotografieren, wie sie selbst es wünschen, damit sie dieselbe Freude und Lebenslust empfinden können. In Zukunft diktierst du dir deine eigene Fotografie und bist aufgeschlossen und tolerant gegenüber anderen Fotografen. Du musst gar nicht lange warten, dann tauchen auch die ersten Fotografen auf, welche dich inspirieren und befähigen. Sie werden deinen Horizont als Fotograf erweitern und dich wirklich weiterbringen.

  • Folge dir selbst!
  • Sei offen und interessiert an Fotografen, welche dich weiterbringen.
  • Ignoriere die Foto-Tyrannen.
  • Suche dir Dinge, welche dich interessieren.
  • Lerne von den echten Meistern der Fotografie, aber werde niemals Sklave ihrer Regeln.

Sei stark und habe Spaß!

Gruß, Herr Rausch

Für den Kaffee

Auch "Fotografen-Diesel" genannt

€1,00

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