Wut ist ein schlechter Antrieb

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

nichts auf dieser Welt lähmt dich so sehr wie Wut. Nichts auf dieser Welt ist so sehr auf seine eigene Kraft fokussiert. Wenn die Wut erfolgreich ist, verändert sie sich und wird zur Arroganz. Wenn die Wut scheitert, verwandelt sie sich in Neid und manchmal in Wahnsinn. Selbst bei einer Niederlage verliert die Wut nicht ihre Kraft. Sie richtet sich sogar gegen ihren Besitzer, wenn sich der „Feind“ der Wut entzogen hat.

Als Fotograf bist du also gut beraten, wenn du ruhig und gelassen bleibst.

Wut hat noch nie ein Problem gelöst

In der Regel macht sie alles viel schlimmer. Erst ärgern wir uns selbst, dann werden wir wütend. Abschließend ärgert sich unser Gegenüber und wird wütend. Wir sind einer Lösung kein Stück nähergekommen, dafür vereint in der Wut.

Wut als Antrieb

Wir alle kennen Menschen, welche gerne behaupten, wie gern sie ihre eigene Wut als Antrieb zu irgendetwas nutzen, um ein Ziel zu erreichen. Es war ein Drang, es anderen zu beweisen, zu überschreien, zu unterdrücken und in Angst zu versetzen, der einen erfolgreich werden ließ. Sind diese Menschen tatsächlich so erfolgreich, weil sie so vorbildlich gut, umschichtig und differenziert entscheiden oder sind die skrupellos, rücksichtslos und brutal? Wofür sind diese Menschen berühmt und berüchtigt?

Lasse es niemals zu, dass du der Wut die Kontrolle über dich und deine Handlungen überlässt. Es existieren bereits genug schlechte Menschen in dieser Welt, wir benötigen kein weiteres Arschloch. Ich kann es dir nicht verbieten, dass du nicht die Wut als Antrieb deines Handelns nimmst. Jedoch weise ich dich daraufhin, dass du die Folgekosten deiner Wut selbst tragen wirst. Sie werden unvermeidbar auf dich zukommen.

Wofür bist du bekannt?

Wir Fotografen sind so unterschiedlich, wie das Leben. Einige sind erhaben, gelassen und weise. Andere sind nervös und unsicher. Andere sind wiederrum krankhafte Perfektionisten während andere eher nachlässig sind. Die Tyrannen sind jedoch die unerträglichsten Fotografen.

Erhaben, gelassen und weise, sind wir, wenn wir uns bemühen ein vorbildlicher Fotograf zu werden. Ein gelassener und weiser Fotograf versucht sich täglich, um die Belange der Fotografie zu kümmern. Er kümmert sich beständig, um schlechte oder schädliche Einflüsse auf seine Person, seine Fotografie und seiner Umwelt. Er wird sich niemals zwingen lassen Dinge zu tun, welche ihn selbst oder anderen offensichtlich schaden.

Der unkontrollierte Teil in uns

Leider ist es so, dass in jedem von uns ein unkontrollierter Teil der Seele wohnt. Dieser Teil wird gesteuert durch unsere Begierden, unsere unlauteren Wünsche, durch Ängste und Befürchtungen. Nicht selten ist es so das Neid, Missgunst und Empathielosigkeit der Antriebe dessen ist, was die Wut auslöst. Denn dieser unkontrollierte Teil ist es gewohnt, sich seinen Weg an die Oberfläche zu suchen. Es kommt zu spontanen lauten und vehementen unüberlegten Äußerungen. Es kommt zur Wut, zum Neid, und Zorn, wenn die getanen Äußerungen nicht sofort umgesetzt werden.

In diesem Augenblick verlieren wir als Fotograf alles, was uns zum Vorbild machte. Wir verloren alles, wofür wir als beliebter Gast berühmt waren. Wir sind weder weise noch gelassen oder erhaben. Wir wurden zu dem was wir am meisten verabscheuten. Ein willkürlicher, unbeliebter und nörgelnder Tyrann.

Unsere Veranlagung

Heutzutage ist es schwerer den je, die Übersicht über sich selbst und sein Handeln zu behalten. Tatsächlich hängt sie mit unserer inneren Stärke, unserem eigenen Fokus auf unseren Selbstwert, unseren Interessen und unserer Selbstwahrnehmung zusammen. Es sind die Veranlagungen unserer Persönlichkeit, welche darüber entscheiden, welchen Wert wir unseren Begierden, unseren unlauteren Wünschen, unserem Neid und damit unserer Wut und unserem Zorn bemessen. Es sind dieselben Veranlagungen, welche darüber entscheiden, ob wir verständnisvoll, fair, gerecht und sozial verträglich sind.

Wer bist du?

Erst wenn wir vollends verstanden haben, welche Veranlagungen sich in unserer Persönlichkeit verbergen, sind wir in der Lage diese zu beeinflussen. Dies gilt für das Private und das Berufsleben.

  • Wer bist du?
  • Was willst du sein?

Erhaben, fair, gelassen, integer und seriös oder ein unfairer, unseriöser und willkürlicher Tyrann? Beliebt oder gefürchtet?

  • Was willst du in Zukunft sein?

Du allein hast es in der Hand!

Liebe Grüße Herr Rausch