Wie motivierst du dich selbst?

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

„Jeder Mensch ist ein Künstler“
Joseph Beuys

Wenn du in der Fotografie unterwegs bist, bist du auf dich allein gestellt.

Die drei unschönen Wahrheiten der zeitgenössischen Fotografie:

  1. Es wird niemand kommen, der dich für deine Arbeiten angemessen und fair bezahlen wird.
  2. Es wird niemand auftauchen, der dein Talent entdeckt und deine Bilder in einer Galerie gewinnbringend verkauft, um dich anschließend fair und angemessen zu beteiligen.
  3. Es wird niemand auftauchen, der ein wirkliches und echtes Interesse an der Fortsetzung deiner Arbeit als Fotograf hat. Du kannst dir schließlich einen seriösen und anständigen Job suchen! Dieser wird dann bezahlt, um deine Fotografien zu finanzieren. Indem Fall erlischt jedoch jegliche Legitimation andere Menschen ihre fotografischen Wünsche gegen Bezahlung zu erfüllen. Denn du fotografierst nachweislich nur in deiner „Freizeit“.

Diese drei Wahrheiten klingen erstmal hart.

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Meine Ratschläge:

  1. Mache unabhängig von Facebook-Erfolgen.
    Die beliebte „Like“-Währung des Internets, ist nichts wert.
  2. Mach dich unabhängig von Status-Symbolen.
    Es ist völlig unwichtig, mit welcher Kamera ein gutes Foto gemacht worden ist. Nein, eine teure Kamera macht dich nicht kreativer.
  3. Vergleiche dich nicht mit Fotografen aus den sozialen Netzwerken.
    Lerne von ihnen, aber kopiere sie niemals.
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Was macht deine Fotografie einzigartig?

In Schwerin bin ich ein einzigartige Fotograf. Kein anderer Fotograf hat den Mut es mir gleich zu tun. Kein anderer Fotograf in Schwerin könnte mit demselben Gegendruck arbeiten. Der durchschnittliche Fotograf in Schwerin setzt auf ordinäre Fotos vom Schloss, Landschaften, Tiere und „Mädchen grinst am Baum“- Portraits. Der Großteil hat Angst, um seine „Ruf“. Wahrscheinlich übersehen sie die Tatsache, dass Ihr Ruf schon ruiniert sein muss, denn das Leben dieser „Profis“ ist nicht frei genug, um sich von fünf ihrer vermeintlich lukrativen Kunden zu trennen und sich eventuell neue Felder der Fotografie zu eröffnen. Wenn sie wenigstens echte Künstler wären, dann dürften sie ausbrechen, aus ihrem Stil und es mit dem Totoschlagargument „Dann ist es eben Kunst!“ belegen. Beides ist in keinem Fall gegeben und wird nicht geschehen.

Dies ist kein Zufall

Ich weiß, dass es vielen von uns genauso geht.

Alles was du von diesen Facebook/Instagram-Fotografen und Künstlern erlernen kannst, ist möglichst konforme, austauschbare und wertlose Fotografie. Wenn du also genauso schlecht wertgeschätzt werden möchtest, wie deine fotografischen Freunde und Künstler, dann mache es, wie alle anderen auch.

Weil du so günstig bist, wirst du berühmt! Du wirst berühmt, weil du so günstig bist!

So schließt sich der Kreislauf, aus dem du nicht so schnell wieder rauskommst. Solange du nicht dafür sorge trägst, dass du wenigstens inspirierend oder nützlich bist, wirst du aus der günstig-Schiene nicht rauskommen.

  • Sei abwegig, abseits, abgehoben, eingebildet, undiskutabel, abstoßend, egoistisch und von dir selbstüberzeugt.
    Du hast sehr wahrscheinlich lange für deine Ausrüstung sparen und verzichten müssen. Wo ergibt sich die Begründung, dass du nun gratis fotografische Wünsche erfüllst? Eventuell hast du noch nicht hartgenug für deine Ausrüstung gearbeitet.
  • Sei exorbitant teuer!
    Nehme erst einen Auftrag an, wenn die Summe so hoch ist, dass du dich für den Rest deines Lebens ärgern würdest, wenn du „Nein!“ sagst.
  • Sei kompromisslos!
    Deine sogenannten Kunden sind es auch. Arbeite niemals, ohne das Gefühl eine angemessenen Wertschätzung. Deine Kunden sind nicht besonders wertvoll, wenn sie dir ein Gefühl von Wertlosigkeit vermitteln.

Du kannst nur einzigartig sein, wenn du unkonform bist!

Meinen Erfahrungen nach, wird es einem verdammt schwer gemacht. Man wird ständig versuchen dich in eine Schublade zu pressen, dir werden Steine in den Weg gelegt und es wird verlangt, dass du dich der Mehrheit (welche sich einen Scheißdreck interessiert) unterordnest und endlich Ruhe gibst. Du wirst bedroht und angegriffen werden, wenn du dich nicht anpasst. Glücklicherweise leben wir in einer freien Gesellschaft und wir sind nicht vom Tode bedroht, wenn wir uns nicht anpassen. Dir wird auffallen, dass es dir auffällig schwer gemacht wird, die nötigen Inspirationen, Ideen und Gedanken zu finden. Denn diese werden schnell und effektiv als unwichtig und unwesentlich angesehen, um dir danach vorzuschreiben, was jetzt für dich wesentlich zu sein hat.

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Trenne dich von toxischen Menschen

Sie helfen dir in keiner Weise. Alles wofür sie sorgen, ist dass du dich schlecht und elendig fühlst. Dies ist ihr Ziel. Schließlich sollst du ihre Wünsche erfüllen, damit du endlich wahrgenommen wirst und dich wertgeschätzt fühlst. In Wahrheit ist es ihnen egal, jeder einzelne Versuch deine Freunde, deine Familie, Follower oder Fans zu überzeugen ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es würde bedeuten, dass man dich, deine Fotografie, deine Person, deine Expertise ernstnehmen müsste und dich ernsthaft wertschätzen müsste. Dies werden toxische Menschen niemals zulassen.

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Fokussiere auf dich selbst

  • Konzentriere dich darauf, dich selbst zu inspirieren und zu motivieren.
    Umgehe Gespräche mit Menschen, bei denen du das Gefühl hast, deine Zeit zu verbrennen.
    Höre Musik, schaue dir Bilder an, gehe ins Museum, erlerne eine Fremdsprache oder beschäftige dich mit Philosophie. Du kannst auch einfach den Knigge lesen und „benimm“-Regeln erlernen. Solange es dich persönlich weiterentwickelt, solange es dir allein gut tut, ist es wichtig und wertvoll.
  • Befreie dich vom moralischen und ethischen Verständnis der Konsum-/ Leistungs- und Unterhaltungsgesellschaft.
    Es mag sein, dass für dein Umfeld „Kunst“ oder „Fotografie“ etwas Wertloses ist. Für toxische Menschen ist es langweilig und schrecklich kompliziert. Wenn ein Toxiker mehr als 10 Euro für „Kunst“ oder „Fotografie“ ausgeben müsste, dann wird sein Jammern unüberhörbar laut. Er verwandelt sich in eine „Drama-Queen“ und beginnt eine endlose Mäbgelliste vorzulegen. Die Wahrheit ist, dass sich der Toxiker noch nie für „Kunst“ oder „Fotografie“ interessiert, denn nichts in seinem eigenen Haus, wird der dir vorgelegten Mängelliste entsprechen. Es sind Ausreden und Vorwände dich klein und wertlos zu machen.
    Trenne dich von diesem toxischen Umfeld, so wirst du niemals einen Selbstwert spüren können.

Gruß eurer Herr Rausch

Für den Kaffee

Auch "Fotografen-Diesel" genannt

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