Was ist Kommunikation?

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

bevor wir weiter machen mit den „Grundlagen des Marketing“. Bin ich leider gezwungen nochmals zu den Grundlagen der Kommunikation zurückzukehren, um dortige Lücken zu schließen.

In den folgenden Wochen wird es um die Kommunikation, die kommunikative Kompetent und unter anderem um die Kommunikationspsychologie gehen.

Lasst uns Reden!

Zu Beginn versuchen wir folgende Fragen zu beantworten:

  1. Was sind die wesentlichen Bestandteile von Kommunikation?
  2. Ist ein Monolog auch Kommunikation?
  3. Können wir nicht Kommunizieren?
  4. Ist ein Kopfnicken eine gleichwertige Kommunikation, wie die Antwort: „Ja!“?
  5. Stellt das Konsumieren von Werbung eine Art von Kommunikation dar?
  6. Ist dann eine Kommunikation nur dann richtig, wenn der Empfänger genau das Versteht, was der Sender will?
  7. Ist winken eine Kommunikationsart?
  8. Wenn sich das Gegenüber wortlos abwendet. Ist dies Kommunikation?
  9. Was ist eine vollständige Kommunikation?
  10. Weshalb kommunizieren wir überhaupt?

Einer der ersten Gründe für Unklarheiten des Begriffes „Kommunikation“ ist die Tatsache, dass es unterschiedliche Erklärungsansätze und Metaphern für Kommunikation gibt. Diese Metaphern und Ansätze arbeiten mit Modellen oder bildhaften Vergleichen, welche dazu dienen sollen das Konstruckt „Kommunikation“ mit Hilfe eigener vorhandener Erfahrungen zu veranschaulichen. Gerade diese Veranschaulichung kann hilfreich sein besonders komplexe Kommunikation besser zu verstehen. Leider ist es so, dass der Einsatz von Metaphern und Modellen immer an seiner Vollständigkeit scheitert, sobald die Komplexität gesteigert wird.

Im Allgemeinen haben sich zwei Metaphern durch gesetzt:

  1. Die Metapher der Staffelstabes
    Diese erkennen wir schnell, sobald wir unserem direkten Kommunikationspartner nicht verstehen. Die kann der Lehrer, der Chef oder der Fluglotse sein. Hinter der Metapher des Staffelstabes verbirgt sich die Idee, dass während einer Kommunikation Botschaften zwischen Personen ausgetauscht werden. Dies können wir leicht mit der Übergabe eines Staffelstabes vergleichen. Ein Läufer übergibt seinen Stab (die Botschaft) dem nächsten Läufer. Dieser Läuft dann mit der Botschaft (dem Stab) weiter. Kommt es zu einer unsauberen Übergabe des Stabes, kann die Botschaft nicht weiter getragen werden und die Kommunikation ist gestört.

  2. Die Container Metapher
    In dieser Metapher geht es darum, dass der Inhalt der Botschaft getrennt von der Botschaft (dem Container) zu betrachte ist. „The Medium ist he Message“ passt hier zum Beispiel rein. Da auch hier eine Trennung zwischen der Übermittlung der Botschaft und dessen Inhalt vorgenommen wird. Besonders häufig fallen Fotografien dieser Trennung zum Opfer. Denn unterschiedliche Definitionen der Fotografie selbst, ermöglichen verschiedene Schwerpunkte und Sichtweisen auf eine Fotografie, welche verschiedene Inhalte in ein und derselben Fotografie ermöglichen, welche beispielsweise bei Facebook gezeigt wird.

    Es bedeutet, dass Kommunikation demnach aus vielen verschiedenen Perspektiven und Schwerpunkten betrachtet wird.

Ein weiterer Grund, dass der Begriff „Kommunikation“ schwer erfassbar wird, liegt im Wandel seiner Bedeutung. Vergleichen wir die Definitionen der letzten Jahrzehnte vom Begriff „Kommunikation“, dann hat sich nicht allein sein Inhalt geändert, denn die Definitionen wurden auch umfangreicher. Gerade die Digitalisierung und das Internet hat den Begriff der Kommunikation stark gewandelt und erweitert. Heute herrscht eine unüberschaubare Auswahl an Kommunikationsformen und Möglichkeiten, sodass wir gezwungen sind diese in Teilbereiche zu unterteilen zum Beispiel in direkte- und indirekte- oder individuelle- und Massen-Kommunikation. Diese Kategorien können sich überschneiden und gegenseitig beeinflussen und ohne weiteres lassen sich neue untergeordnete Kategorien dazufügen. Was es uns nicht leichter macht, wenn wir Kommunikation präzise und kurz definieren möchten.

Den dritten Grund, weshalb Kommunikation schwer zu definieren ist, finden in den nicht beobachtbaren Bestandteilen einer Kommunikation. Wir können Menschen während eines Gespräches zwar beobachten, dennoch können wir selbst nicht wissen, was das Gespräch mir den Teilnehmern selbst macht und wie sie das Gespräch wahrnehmen. Denn bei jeglicher Kommunikation sind auch affektive und kognitive Prozesse beteiligt. Sie reichen von der Bildung eines Eindrucks (über den Gesprächspartner und den anderen Teilnehmern) und dem Inhalt, über das Bilden eines Verständnisses der Situation selbst, um eine Bewertung der gesamten Situation überhaupt zu ermöglichen. Mit dem Ziel aus dem eigenen Verhaltensrepertoire die gewünschte Reaktion auszuwählen und diese sofort oder später abzurufen. Wenn wir diese Faktoren in eine vollständige Kommunikationsdefinition mit einbeziehen, um sie Modellhaft zu veranschaulichen, wird es nahezu unmöglich eine präzise und kurze Definition zu formulieren.

Liebe Grüße Herr Rausch

Für den Kaffee

Auch "Fotografen-Diesel" genannt

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