Die Fotografie und der Beweis

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

uns allen ist hinlänglich bekannt, dass die Fotografie alles möglich beweisen kann.

Mit Hilfe der Fotografie wird bewiesen, dass wir zu schnell mit dem Auto waren, auf öffentlichen Plätzen kann die Fotografie deine Unschuld beweisen, sie ist in der Lage die Existenz von Leben in der Tiefsee zu beweisen und sie ist in der Lage die Existenz der eigenen Person zu beweisen.

Dabei kann die Fotografie, je nach gewünschtem Ziel, alles beweisen.

Sie ist in der Lage das eigene Leben als aufregend und virtuos darzustellen. Sie ist in der Lage meine Peron als romantisch verspielt darzustellen und sie ist in der Lage zu beweisen, dass wir ganz tolle und aktive Typen sind, die vor Kreativität und Inspiration gerade zu expoldieren.

Kurz:

Die Fotografie dient als Beweis für allesmögliche im Leben.

Eine kleine Gegenprobe:

  • Welche Fotografie war es genau, die bewiesen hat, dass du ein Fotograf bist?
  • Welche Fotografie war es genau, die bewiesen hat, dass du ein guter Fotograf bist?
  • Welche Fotografie diente als Beweis, dass du ein erfolgreicher Fotograf bist?
  • Welche Fotografie diente als Beweis, dass du ein kreativer Fotograf bist?
  • Welche Fotografie diente als Beweis, dass du ein außerordentlich guter und fairer Krittiker bist?

Liebe Grüße Herr Rausch

9 Gedanken zu “Die Fotografie und der Beweis

  1. Die Frage die ich mir stelle ist, WER soll denn den Beweis beglaubigen? Ich bin kein Fotograf, zumindest ist es nicht mein Hauptberuf. Also muss ich eher annehmen, dass Du die Berufsfotografen ansprichst… oder die, die hauptsächlich künstlerisch tätig sind. Eines weiß ich aber ganz sicher nach fast 20 Jahren I-Net Fotokommunities und Co: Ein außerordentlich guter und fairer Kritiker war ich nie… Und das hat mich alles gekostet. Allerdings sehe ich das heute viel entspannter.

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    • Die Frage ist:
      Sind „Likes“ und Follower in den sozialen Netzwerken ein gültiger Beweis?
      Weshalb ist es in der Nerochirurgie nicht so? Oder als Bäcker, Elektroinstallateur oder Friseur?
      Weshalb scheint es so, dass es in der Fotografie nicht nötig eine Ausbildung zu absolvieren? Ich schreibe extra, dass es den Anschein hat, denn meine Erfahrungen und Beobachtungen zeigen, dass diejenigen die Nase vorn haben, welche eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber eine Werbeagentur, eine PR-Agentur oder andere seriöse und ernstzunehmenden Auftraggeber wählen für Ihre Ziele sicherlich nicht den sehr engagierten Hobbyfotografen, wenn es um eine Deadline mit deim dazugehörigen Budget geht.
      Welcher Kunde investiert in ein Auftragnhemer, der zwar willig und bereit ist, jedoch eher unzuverlässig fähig ist. Als Kunde verbindet man mit seiner Investion immer eine Erwartung. Vielleicht liegt bei der seriösen Kundengewinnung auch ein fundamentaler Fehler vor? Die einem ausgebildeten Fotografen nicht passieren.

      Es ist gar nicht so schwer ein guter und fairer Kritiker zu sein oder zu werden. Egal wo. Er muss nur darauf achten, dass seine Aussagen verwertbar, nützlich und motivierend sind. Als Kritiker sollte man selbst weiter sein, als der kritisierte, damit man ihm durch einen wunderbaren, verwertbaren Ratschlag weiterhelfen kann. Den sogenannten „Killer“-Kritiker lasse ich gerne so lange schreien bis er platzt, explodiert. Es ist allein seine kognitive Dissonanz, nicht meine.

      LG Herr Rausch

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  2. Ein Foto beweist gar nichts. Dafür ist die digitale Bildbearbeitung inzwischen viel zu einfach und manipulierbar. Auch die Frage ob man ein guter Fotograf ist, kann niemand beantworten. Es finden sich immer Menschen die das bejahen und welche die das verneinen.
    Nur welche Gruppe hat dann recht?
    Einen Krieg sollte man deswegen nicht anzetteln. 🤨

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    • Ich danke dir für deine Gedanken. Und einen Krieg wegen der Fotografie anzuzetteln ist auch nicht mein Ziel.
      Das was ich mit dem Artikel versucht habe auszulösen sind Gedanken. Diese können unter Umständen sehr different sein, wie die Fotografie auch.

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  3. Also die Fragen kann ich für mich selbst nicht beantworten. Und da stellt sich mir dann die Frage. Wer sagt ob man ein guter oder weniger guter Fotograf ist?
    Welchen Wert nimmt man als Maßstab? Oder gibt es überhaupt einen Wert?
    Ist man nur ein guter Fotograf wenn man schon eine Ausstellung gemacht hat?
    Ich selbst mag mich nicht beurteilen. Das überlass ich besser anderen.
    Und noch eine Frage stellt sich. Darf man wirklich Kritik an der Arbeit von anderen machen?

    Ansonsten. Bleibt mir nur an der Stelle zu sagen.
    Guter Artikel.

    Viele Grüße Lars

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