Anti-Herden-Fotografie = Pro-Individuelle-Fotografie

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

es mag merkwürdig, eingebildet, aufgeblasen und überheblich klingen, denn ich kam zu folgender Erkenntnis:

  • Ich bin etwas Besonderes!

Nein, es ist nicht nötig völlig unkontrolliert und wutentbrannt auf deine Tastatur zu hauen; Nein, ist nicht nötig, sein Tablet, sein Smartphone oder sein Laptop voller Abscheu mit einem 5 Kg Vorschlaghammer zu bearbeiten. Viel zu oft kommen einige Leser nicht bis über diesen Absatz hinaus. Denn in unserer Gesellschaft wird es als Provokation verstanden, wenn man sich selbst als besonders wahrnimmt. Leichtfertig und schnell wird übersehen, dass wir alle in irgendeiner Weise etwas Besonderes sind. Jeder von uns hat einen Ex-Partner, für den wir etwas ganz Besonderes sind. Für unsere Kinder sind wir etwas Besonderes, genau wie wir für unsere Großeltern etwas Besonderes sind. Wir sind für unseren geliebten Partner, für unsere Freunde und unsere Feinde immer etwas Besonderes. Es ist gar nicht so schwer etwas Besonderes zu sein.

Was macht mich als Fotograf besonders?

Vielleicht liegt es daran, dass ich keine besondere Lust darauf habe, der besonders langweiligen und besonders konformen Fotografie in den besonders sozialen Netzwerken zu folgen. Es kann daran liegen, dass ich mich in besonderer Weise, um die Fotografie kümmere. Ich absolvierte ein Studium der Fotografie, betreibe einen Blog über die Philosophie, Psychologie und Soziologie der Fotografie. All diese Aktivitäten, werden als irgendetwas Besonderes eingestuft. Denn die genannten Aktivitäten beschreiben eine Abweichung aus der Norm der Herden-Fotografie und werden deshalb schnell als besonders böse, überflüssig und schädlich wahrgenommen, um sie anschließend besonders hart und heftig anzugreifen oder zu diskreditieren. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass es keine besonders freie, besonders individuelle und besonders persönliche Fotografie innerhalb der Herden-Fotografie gibt.

Herden-Fotografen sind Sklaven

All die Herden-Fotografen haben große Angst, vor den Gedanken anderer Menschen und davor, dass andere besonders schlecht über sie denken oder reden. Sie wurden Sklaven ihrer „Likes“ und Follower aus Angst sie zu verlieren, deshalb schränken sich diese Herden-Fotografen gerne selbst in ihrer Freiheit und Individualität sehr stark ein. Dadurch unterwerfen sie sich der Willkür ihrer Kontrolleure und sind auf höchstem Niveau unfrei, unkreativ und individuell.

Ich habe in meiner Heimatstadt bisher keinen freien Fotografen getroffen. All die Fotografen verbalisieren gerne und oft lautstark ihre Ängste vor dem besonders gut und ausgebildeten Publikum mit der Heimatstadt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass gerade das Publikum in Schwerin an einer besonders ausgeprägten Psychosen oder Wahnvorstellungen leiden. Denn besonders in meiner Stadt konzentriert sich das besonders gut ausgebildete und interessierte Publikum der Fotografie, dass einebesonderes Wissen über die Fotografie besitzt und ein besonders weltweit verbreitetes Interesse vertritt, welches weltweit tonangebend oder Trendsetzend ist.

Die Schwierigkeiten der individuellen Freiheit

Das Problem liegt in unseren Gesellschaften selbst. Sie geben ein Versprechen auf individuelle Freiheit und individuelle Entfaltung. Verschweigen jedoch, dass sich diese Individualität nur in sehr eng und klein gehaltenen fremdbestimmten Grenzen bewegen darf und soll.

Außenseiter, Unerwünschte, Individualisten, Unangepasste, Minderheiten und Freidenker werden schnell erkannt und als besonders böse und damit als ablehnungswert oder bedrohlich deklariert, um sie umgehend aus der konformen und harmonisierten Herde auszuschließen.

Ich mag keine Herden-Fotografie

Für mich persönlich ist diese Art der Fotografie besonders austauschbar, wertlos und beliebig. Es sind besonders oft einfache und billige Kopien eines besonders oft genutzten Erfolgsrezeptes, dass zu 100% denselben Kram zeigt, wie sein Vorgänger. Auf diese Weise wird „das Höhlengleichnis“ von Aristoteles für jeden spürbar.

Da ich mich nicht, für die übertriebene romantische und zum Teil kitschig wirkende Fotografie aus Schwerin interessiere, ist es für mich ein leichtes mich besonders gut von dem geschmacklosen Schleim zu unterscheiden. Es macht mich jedoch nicht besonders beliebt. Da ich kein besonders beliebter und damit konformer Fotografen bin, macht es mich zu einem besonders umstrittenen und auffälligen Fotografen. Der, wie der Zufall es will, besonders heftig, häufig und hart angegriffen und besprochen werden muss, weil ich Fotografien produzieren, die nicht besonders „gut“ im Sinne von „üblich und angepasst“ sind. In meiner Stadt ist es besonders leicht, sich von anderen Fotografen besonders gut zu unterscheiden. Ich erfreue mich täglich daran, dass ich nicht dem hier üblichen Durchschnitt entspreche.

Mein Ratschlag

Der beste Weg, einer zum Stillstand gekommen, altmodischen und konservativen Gesellschaft zu helfen, ist es ihr zu zeigen, wie sich maximal gelegte Freiheit in einer modernen Gesellschaft anfühlt. Für die ewig gestrigen Kontrolleure ist es wie ein Nadelstich, wenn sie erkennen, dass sich eine andere Person unerlaubt seiner persönlichen Freiheit bedient und diese offen vor anderen auslebt. Es ist der nötige tritt in den Arsch, damit sich eine Gesellschaft weiterentwickeln kann.

Liebe Grüße Herr Rausch

Ein Gedanke zu “Anti-Herden-Fotografie = Pro-Individuelle-Fotografie

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