Die Funktionsweise der Bildsprache

Wenn wir auf eine Fotografie schauen, sehen wir mit den Augen eines fremden Menschen. Der Betrachter erkennt ihm bekannte Formen und Symbole, diese werden mit Begriffen und Wörtern beschrieben, um das Gesehene zu entschlüsseln. Hierbei ist es sehr wahrscheinlich, dass die genutzten Begriffe und Wörter zur Beschreibung der Fotografie ein anderes Konnotat, einen anderen sinnlichen Zusammenhang besitzen, als vom Fotografen vorgesehen. Für Menschen ist es unmöglich, genau dass Selbe zu sehen, wie ein anderer Mensch.

Diese zwei Fotografien, lassen in jedem Menschen ein individuelles Verständnis von den Bildern vor seinem gedanklichen Auge entstehen.

Die Übersetzung des Bildes, um es zu letztlich zu verstehen nennt man Vergegenwärtigung. Bei dem Prozess der Vergegenwärtigung, beschreiben wir das Bild in Wörtern und Begriffen, wir formulieren unserer Gedanken. Die Gedanken stehen, wiederum in Abhängigkeit mit der Auswahl der Wörter und Begriffen, mit dessen Hilfe wir unsere Umwelt beschreiben. Die Aussage:

Wir sehen die Fotografie nicht so wie sie ist. Wir sehen die Fotografie so, wie wir selbst sind.

Viele Grüße Herr Rausch