Das Bild

Die Funktionsweise eines Bildes ist ein Mix aus Sprache, Symbolen und Gefühlen, denn das Gesehene wird mit eigenen Wörtern und Begriffen, im Moment der Vergegenwärtigung beschrieben. Die gewählten Begriffe und Kategorien symbolisieren etwas und wir handeln entsprechend dem eigenen Verständnis von dem Gesehenem.

Wenn wir ein Bild vergegenwärtigen, beschreiben wir es mit Wörtern und Begriffen, diese lassen ein Gefühl in uns entstehen. Diese entstandenen Emotionen werden mit dem Bild abgeglichen und der Betrachter bringt sich unweigerlich und unbemerkt in eine Position zu dem Gesehenen.

Er reagiert, wie in diesem Beispiel auf die Betrachtung einer Aktfotografie.

Für jeden Betrachter existiert ein individuelles Verständnis über die Betrachtung eines unbekleideten Menschen, es existiert ein individuelles Verständnis über die Betrachtung einer unbekleideten Frau.

Der Betrachter reagiert anders auf diese Fotografien

Welche Reaktion ist die richtige?

Viele liebe Grüße Herr Rausch

2 Gedanken zu “Das Bild

  1. Es gibt kein Falsch, es gibt kein Richtig – es gibt ein Bild und meine persönliche Sicht darauf.
    Deswegen gibt es auch keine Objektivität. Jede Ansicht, jede Meinung ist individuell. Geprägt durch meine Erfahrungen, Geschichte, und die daraus generierte Sicht der Dinge. Alles rein subjektiv, Objektiv gibts nur vor der Kamera (meist per Bajonett angesetzt).
    Gut, dass Du den Leuten den Spiegel vorhältst – leider kann nicht jeder mit dem umgehen, was er oder sie bei dem einen oder anderen Bild empfindet und projiziert dieses Mißverhältnis auf denjenenigen, der ihm das Bild gezeigt hat. Was dann leider oft zu unschönen Auseinandersetzungen führt, die im Endeffekt nur dem Ego des Betrachters geschuldet sind, das er in seine Worte packt.
    LG Dirk

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