Die Seele des Betrachters

Es müsste nun klar sein, dass jedwede Fotografie einen assoziativen Prozess in jedem Betrachter auslöst. Es ist völlig natürlich, dass jeder Betrachter seine eigene individuelle Realität in einer Fotografie erkennt.

Hierbei verschwimmen die Grenzen zwischen dem Blick aus dem Fenster und der Betrachtung einer Fotografie. Die Fotografie, welche einen vergangen Zeitausschnitt zeigt, wird zum Sinnbild, der jetzigen Realität. Dies liegt daran, dass der Betrachter aus dem immerwährenden Fluss von Wahrnehmungen seine Realität kreiert und diese durch eigene Vorstellungen und Interesse und die Umwelt projiziert. Dieser Prozess läuft bei dem größten Teil der Menschen völlig unbewusst ab und ist stark abhängig vom sich „Selbst-bewusst“ sein.

Mit Hilfe der Fotografie ist der neue Fotograf in der Lage das Unterbewusstsein und das tiefe Seelenleben seiner Betrachter zu erkennen und zu analysieren.

Gruß Herr Rausch