Die Fotografie setzt tieferes Interesse voraus

Eventuell finden wir hier den Grund, warum einige wenige Fotografen sehr empfindlich reagieren, wenn ihre Bilder, ihre Sichtweisen, ihr Lebensstil kritisiert und angegriffen werden. Nicht selten handelt es sich, um Menschen mit einem Selbstwert, der so empfindlich ist, wie ein dünnes Glas. Dieser empfindliche Selbstwert muss unter allen Umständen gegen Einwirkungen von außen geschützt werden. Vielleicht finden wir hier auch die Erklärung, warum gerade diese Fotografen ein großes Drama erzeugen und dem Nervenzusammenbruch nahe sind, wenn sie bezüglich ihres fotografischen Stiles befragt werden.

Polaroid SNAP

Die Fotografie setzt nämlich ein tieferes Interesse an sich selbst und der Gesellschaft voraus.

Sie beschreibt die immerwährende Suche nach sich selbst, dem eigenen Stil und dem eigenen Lebensstil.

Wer aufmerksam und interessiert die Werke eines Fotografen betrachtet, erkennt eine persönliche Weiterentwicklung oder die Stagnation des Fotografen. Der Betrachter erkennt seine eigene Weiterentwicklung oder seine Stagnation.

Wer gibt gerne zu das er stehengeblieben ist?

Es ist unmöglich ohne tieferes Interesse eine formale Betrachtung der Fotografie vorzunehmen.
Sie setzt das Interesse am eigenen Lebensstil, der eigenen Lebensphilosophie, dem eigenen Ego UND die Unterschiede der Sicht-/Denk-/Lebens-/weise und dessen Ursachen am Fotografen voraus.

Liebe Grüße Herr Rausch