Digital vs. analog

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

heute stellte ich wieder mal fest, wie sehr ich die analoge Fotografie der digitalen Fotografie bevorzuge.

Digitale Fotografie

Der Grund liegt klar auf der Hand. Während der Kunde erwartet, bei einer Portraitsitzung mit einer digitalen Kamera, dass hunderte von Fotos gemacht werden und allein der Auswahlprozess einige Stunden dauern kann. Anschließend die Nachbearbeitung, um das doch nicht so professionelle Make-Up auszubessern usw. Schnell ist es so, dass für eine 90 minütige Sitzung 4-5 Stunden investiert werden müssen, um am Ende dem Kunden eine Auswahl zu präsentieren, die mit Sicherheit in erneuten Verhandlungen bzgl. der Bezahlung endet.

Analoge Fotografie

Ich habe es bei einer Portraitsitzung mit meinen analogen Kamreas wesentlich einfacher. Eine Sitzung, ein Film, ein Gespräch. Punkt aus fertig. Pro Sitzung komme ich auf 36 Fotografien. Fünf Stück behalte ich für mich, der Rest geht an den Protagonisten. Aus mir unbekanntem Grund, ist es wesentlich einfacher nur eine eingeschränkte Nachbearbeitung anzubieten und der Protagonist ist wesentlich leichter zufriedenzustellen. Ein weiterer Film kostet nachweislich weiteres Geld usw.

Irgendwie kommt mir das alles einfacher vor.

Aber wie komme ich darauf?

Ich habe mir heute einige meiner analogen Portraitaufnahmen angesehen. Fünf Stück pro Protagonisten und die Auswahl viel mir wesentlich einfacher. Schließlich habe ich keine weiteren 400 Fotografien zur Auswahl. Ich habe nur fünf. Punkt aus Ende. Hinzukommt, dass es tatsächlich Menschen und Gespräche unter den Porträtierten gab, an die ich mich nicht mehr erinnern möchte. Man nimmt dann die Fotos und sortiert diese aus. Kein Makieren und löschen, um das Löschen zu bestätigen und entscheiden, ob Sie komplett vom Rechner entfernt werden sollen oder nur aus dem Katalog. Man sortiert die Fotografien aus und haut sie in den Müll. Fertig.

Liebe Grüße Herr Rausch