Die zwei Leiden der Antagonisten der neuen Fotografie

Antagonisten der neuen Fotografie sind von zwei Leiden befallen:

  • Sie leiden an Agnoia (dem Unwissen) und bemerken es nicht.

Dem Problem der Agnoia oder dem Unwissen ist im Grunde durch Bildung, Lehre und Lernen schnell beizukommen. Jeder Fotograf, der imstande ist sein eigenes Wissen zu hinterfragen und feststellt, dass er im Grunde nichts weiß, ist zwar nicht gänzlich immunisiert gegen das eigene Unwissen, aber er ist offen und erfreut, wenn er durch das Erlernen neue Erkenntnisse erwerben kann.

Das wesentliche Problem der Antagonisten ist das zweite Problem:

  • Sie leiden an Amathia (wörtlich übersetzt >nicht lernend<).

Amathia äußert sich in der Unfähigkeit oder dem Unwillen etwas zu erlernen. Ich möchte nicht behaupten, dass die Antagonisten einen „Mangel an Intelligenz“ besitzen, sie sind in keinem Fall dumm oder unintelligent. Es ist eher ein „Scheitern ihrer Intelligenz“, schließlich erlauben sich die Antagonisten der Fotografie, völlig eigenmächtig Handlungen zu vollziehen, Verhalten zu zeigen und Äußerungen zu machen, zu denen sie kein Recht haben. Diese Art der intelligenten Dummheit, begründet sich nicht in der Unfähigkeit etwas zu verstehen, sondern in der Weigerung etwas zu verstehen. Niemals werden wir einen Antagonisten durch Diskussion und Argumentation oder durch eine noch so große Anhäufung von neuen Fakten, Erkenntnissen oder durch neue Erlebnisse erreichen. Das Verhalten des Antagonisten bewegt sich eher in einem vom „Glauben“ gesteuerten Geisteszustand. Sie sehen sich als bessere Menschen, sie sind die „Gebieter der Fotografie“ und des „richtigen“ Lebens. Diese Menschen bedürfen einer tiefgreifenden Kur ihres Glaubens an sich selbst.

Dies ist auch der Grund warum es Zwecklos ist mit Antagonisten zu diskutieren. Sobald ein gutes Argument hervorgebracht worden ist, schießt der Antagonist los. Er löchert, redefiniert, stänkert und beleidigt. Es ist sehr offen ersichtlich, dass der Antagonist keines Falls an einer ordentlichen Diskussion interessiert ist. Er will wütende und unüberlegte Antworten provozieren, um den Produzenten des „Neuen“ gleich mit zu schaden und zu diskreditieren.

Freundliche Grüße Herr Rausch