Die Vorgehensweise der Antagonisten

Die Antagonisten der neuen Fotografie sind keine Freunde der kultivierten Diskussion. Schnell und effektiv unterbinden sie jeglichen Versuch eine fruchtvolle, kultivierte Diskussion. Sie unterwandern jeglichen Versuch einer Diskussion und torpedieren diese. Sie fordern ein Verbot der Diskussion, eine Unterbrechung der Beschäftigung mit der unerwünschten Sichtweise, des neuen Gedankens, indem der Antagonist seinen eigenen Standpunkt, als absolut und für alle geltend deklariert. Konstruktive Vorschläge, Kritiken, verbalisierte Ziele werden entschieden abgelehnt und ins lächerliche gezogen.  Der absolute Standpunkt des Antagonisten verlangt, dass Fotografen, ausschließlich so fotografieren, wie es den Wünschen des Antagonisten entspricht. Allein der Antagonist, besitzt das wahre Wissen über „richtige“ oder „falsche“ Fotografie. Dies macht ihn letztlich zum Despoten und Tyrann und zu einen sehr eingeschränkten und unglücklichen Künstler mit ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex, um sich daraus den Anspruch zum Tyrannen zu erschleichen.

Merke dir:

Der Antagonist lehnt individuelle Sichtweisen ab und fordert Kontrolle, welche allein unter seiner willkürlichen Kontrolle steht.

Es ist der Aufstand der Enttäuschten, Abgehängten und Unwilligen, welche sich für die Eingrenzung, Eindämmung und Begrenzung einsetzen. Es sind die Forderungen nach veralteten, gestrigen und verrotteten Sicht- und Denkweisen, welche sie fördern und befürworten. Selbst hier finden die Antagonisten keine ideologischen Gemeinsamkeiten. Der Versuch eine ideologische Basis aufzubauen führt innerhalb der Interessengemeinschaft zu Machtkämpfen und Kannibalisierung. Einzig und allein finden sie sich in einer emotionalen Weise vereint. Denn der Antagonist fühlt sich seit seiner Kindheit gedemütigt und empfindet einen unaussprechlichen Groll und tiefsitzende Abneigung gegenüber allem, was seinem gewohnten unwerten Selbstbild nicht entspricht. Sie verspüren große Probleme, wenn sie etwas positives an sich entdecken und unternehmen wirklich alles, um nicht in den Verdacht zu gelangen ein „Gutmensch“ zu sein. Deshalb bekämpfen sie dieses ungute Gefühle und lehnen alles ab, was sie wertvoll erscheinen lassen könnte. Ihr Gefühl der Ohnmacht, dass sie nichts wert sind und nichts wert waren, speist ihre triebhafte Wut auf eine Welt, die sie nicht mehr verstehen, weil sie stets und ständig abgelehnt werden.

Die Vehemenz der Einforderung der Ziele des Antagonisten ist mit fundamentalem Terrorismus vergleichbar. Ihre Forderungen nach der totalen Rücksichtnahme auf das Stagnieren, das Gestrige und Vergangene hat Hochkonjunktur. Hier wird auch klar, wer die Schuld am Unwohl sein der Antagonisten hat: Es ist das Neue, das Unbekannte, das Moderne, welches sie zu Veränderungen in ihrer Sicht- und Denkweise zwingt. Hier wird auch sichtbar, warum sich der Terror der Antagonisten gegen alles richtet, was Veränderung bedeutet.

HÖRT NICHT AUF DIE ANTAGONISTEN!

Liebe Grüße Herr Rausch