Warum glaubst du nicht an dich selbst?

Um an sich selbst zu glauben muss man mutig sein. Viele sind es nicht!

Mut bedeutet, dass der Fotograf an sich selbst, an seine Arbeit, an seine Fotografie und seine Kreativität glaubt und ihr vertraut. Ein Fotograf, der in der Lage ist, an sich zu glauben, weiß sehr genau was er tut. Er spielt nicht im „Selbstdarsteller-Modus“ auf irgendeiner Plattform „Fotograf-Dasein“ und lebt nicht in Angst seine „Follower“ in ihren Erwartungen zu enttäuschen. Er spielt nicht mehr im Sandkasten. Es bedeutet allerdings auch, dass der Fotograf ständig an sich selbst, seinen Werken und Sichtweisen arbeitet, um sich weiterzuentwickeln. Dafür ist der feine Massen-Fotograf schlichtweg zu faul.
Wir wissen mittlerweile:
Wenn ein mittelmäßiger Fotograf mit einer Motividee, ein klein wenig Erfolg hatte, wird er sich genau an dieses eine Erfolgsrezept klammern und in sich Zukunft nur noch, um dieses Rezept herumbewegen und es schlichtweg wie eine Maschine wiederholen.

Sie leben im dem festen Glauben:
Das es ist einfacher ist, wenn andere Werbung für einen machen. Natürlich, es ist einfacher, wenn andere dich empfehlen, weil du als Hobby-Fotograf so wunderbar talentiert bist, so unglaublich seriös und vor allem so höchst professionell und unglaublich günstig.

Wenn du an diesen Humbug tatsächlich glaubst, warum ist niemand daran interessiert, für einen talentierten, seriösen und professionellen Fotografen letztlich auch seriös und professionell zu bezahlen? Wie sollen andere an dich glauben, wenn du nicht mal selbst an dich glaubst?

Polaroid SNAP

Merke:

Wirst du als Fotograf nicht direkt angegriffen und kritisiert, dann bist du, deine Werke, deine Sichtweisen und dein Selbstwert genauso nutz- und wertlos, wie dein Umfeld. Du bist Durchschnitt und in keiner Weise auffällig, gut, talentiert oder fortschrittlich.

Fotografen, welche sich selbst definieren, einen Selbstwert haben und für sich selbst werben, sind sehr viel stärker selbst reflektiert. Sie kennen ihre Stärken und ihre Schwächen.

Warum ist dies so?

Fotografen, welche einen Selbstwert haben und diesen öffentlich bewerben, setzen ihre eigene Haut aufs Spiel und werden dafür angegriffen. Dies liegt in der Fähigkeit des Fotografen, sich und seinen Selbstwert in ein Verhältnis zu anderen Menschen zu setzen.
Fotografen mit Selbstwert haben einen schlechten Ruf. Den Grund hierfür finden wir in unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft, sie sieht es nicht gern, wenn wir uns selbst bewerten und uns ins Verhältnis zu anderen setzen. In unserer Gesellschaft dürfen wir nur an uns selbst glauben, wenn andere Menschen uns dazu legitimieren, dies wird zum Beispiel durch „Likes“ oder „Follower“ erreicht. Ganz ehrlich, dies wird niemals reichen. Deshalb sind wir es gewohnt, dass andere Menschen, über unseren Selbstwert frei und willkürlich bestimmen.
Fotografen, welche sich für ihren Selbstwert einsetzten und ihren Wert offen einfordern, werden nicht selten als egozentrisch, egoistisch oder selbstsüchtig bezeichnet. Es wird sehr viel unternommen, um ihn als bösen und schlechten Menschen darzustellen.

Mein Tipp: Trenne dich von diesen Menschen! Schließe sie aus deinem Leben konsequent aus.

Merke dir:

Wenn du dich als Fotograf nicht selbst positionierst, dann werden es andere für dich frei und willkürlich machen.

Liebe Grüße Herr Rausch