Warum durchschnittlich sein?

Was spricht dafür? Warum ist es nicht gewollt, wenn wir nicht durchschnittlich sind?

„I`m a alien, a legal alien, a English man in New York”
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=d27gTrPPAyk)

Sting sang schon davon, wie es ist, wenn man ein Außenseiter ist.

Ein paar philosophische Fragen:

Warum ist es sinnvoll normal zu sein? Was macht Menschen interessant? Sind sie interessant, wenn sie besonders angepasst und besonders durchschnittlich sind oder sind Menschen interessant, wenn sie eine Macke haben, wenn sie nicht angepasst sind? Wem hören wir lieber zu? Wer erzählt von Dingen, welche wir noch nicht kennen?

Auch wenn es viele Menschen stört und nicht in ihr Weltbild passt:

Wir sind nicht alle gleich! Wir sind höchst unterschiedlich!

Die Gleichheit des Menschen ist nur in seiner Spezies gegeben. Die Gruppe, des „Homo Sapiens“ ist in ihrer Biologie und ihrer Spezies gleich. Innerhalb dieser Gruppe existieren jedoch große Unterschiede. Jeder „Homo Sapiens“ ist ein für sich individuelle Wesen, dass eine eigene Persönlichkeit besitzt, welche sich wesentlich von einer Gruppe unterscheiden kann.

Nietzsche brachte es auf dem Punkt:

Wir können nicht von anderen Menschen erwarten oder verlangen, dass sie einfache Nachbildungen unserer selbst sind.

Wir sollten danach streben, wir selbst zu sein. Wir sollten uns nicht dafür schämen, dass wir Individuen sind.

Sei du selbst und stehe dafür ein!

Wenn du dein Leben nicht selbst in die Hand nimmst, dann machen andere dies für dich!

Es wird dafür gesorgt, dass du in eine Schublade oder Box passt. Dort wirst du mit aller Gewalt reingepresst, dass war es dann für den Rest deines Lebens. Änderungen werden nicht geduldet und es wird dir das Leben unheimlich schwer gemacht, wenn du aus deiner Box oder deiner Schublade rauskommen möchtest. Schließlich hat sich der Mensch der Gesellschaft widerspruchslos unterzuordnen.

Die Gesellschaft ist nicht daran interessiert, das Individuum „glücklich“ zu machen und sie ist nicht daran interessiert dich zu entwickeln.

Was wünscht die Gesellschaft wirklich?

Die Gesellschaft benötigt gehorsame Diener-Sklaven. Es wird gefordert, dass du als Mitglied der Gesellschaft in irgendeiner Form ulititarisch der Gesellschaft dienst. Es bedeutet unterwürfige Gehorsamkeit und willenloses befolgen von Befehlen anderer. Du bist kein Mensch, sondern eine Maschine, welche einer Funktion zu folgen hat. Unser Schulsystem fördert dieses Verhalten. Hier werden wir geschult, dass zu sagen, was der Lehrer hören will, wir werden geschult vorgegebene Antworten als richtig zu erkennen und diese anzukreuzen, wir werden geschult, den Lehrer als Autorität anzuerkennen.

Was passiert, wenn du ein Außenseiter bist?

Dann wird dir das Leben zur Hölle gemacht. Es werden dir Steine in den Weg gelegt, du wirst bevormundet, dass Wort wird dir abgeschnitten, du wirst unterbrochen, deine Themen werden als lächerlich vom Tisch gefegt. Dies passiert, in der doch so offenen Gesellschaft. Es ist unglaublich, was alles getan wird, damit du dich nicht entwickelst und Fuß fasst.

Es scheint, dass du als Außenseiter etwas mitbringst… vielleicht ist es ein Potenzial.

Vielleicht ist es das Potenzial, eine verrottete, sich selbst ausbeutende, verfaulte und unterentwickelte Gesellschaft zu verändern. Als Außenseiter mit neuen Impulsen, Sichtweisen und Ideen, bist du natürlich eine Gefahr für die Nutznießer und Trittbrettfahrer des Durchschnittlichen. Es ist unglaublich, welche Kräfte freigesetzt werden, um dich und deine Entwicklung aufzuhalten, zu stoppen oder dich aus dem Weg zu räumen. Dabei ist es für alle ganz einfach sich weiterzuentwickeln. Du musst nur Hinterfragen, studieren, erlernen, einüben, durchdringen, trainieren, um dich zu entwickeln. Außenseiter machen einen härteren Job als durchschnittliche Menschen. Sie arbeiten härter als der Durchschnitt! Denn der Durchschnitt arbeitet nach einem festen Schema und wiederholt ohne großes nachdenken, fest einstudierte Verhaltensmuster, um seine durchschnittliches Leben an eine bis zur Bewusstlosigkeit gelähmte Gesellschaft zu verscherbeln. Der Durchschnittliche ist von seiner eigenen Angst, dass er seine Leistung nicht erbringt so besessen, dass er völlig ausflippt, wenn er abweichende Normen erkennt.

Neues wird sofort abgelehnt oder bekämpft.

Zum Teil sind die Angriffe so hart, dass Abweichler durch Angst gefügig gemacht werden und so zu hilflosen Kreaturen verstümmelt werden.  Wir leben zwar in einem „freien“ Land, der Herdentrieb, das stumpfe Mitlaufen mit der Masse wird trotz allem gefordert und gefördert. Auf diese Weise wird der Ruf nach „political correctness“ zu einem Aufschrei des Durchschnittsbürgers, der einfach nur in seiner Komfort-Zone vor sich hin dämmern will und sich überhaupt keine Gedanken, um irgendetwas machen möchte.

„Fressen, Scheißen, Schlafen, Ficken“ ist die Devise,

Dazu ist jeder Hund in der Lage. Er benötigt dafür keine große Kultur und er interessiert sich auch nicht für die Gleichberechtigung.

Schwelge in deiner Andersartigkeit! Sei stolz darauf!

Zeige uns, dass du nicht durchschnittlich bist. Zeige uns, dass du nicht normal bist!

Erwarte harte und erbarmungslose Angriffe. Zeige deinen Mitmenschen, wie frei, wie sozial und wie barmherzig sie sind. Halte ihnen den Spiegel vor. Und fragt ob Ignoranz, Gleichgültigkeit, Erbarmungslosigkeit, Ausgrenzung, Diffamierung tatsächlich, die „normalen“ Verhaltensweisen in einer liberalen Gesellschaft sind. Fragt nach dem gesellschaftlichen Nutzen? Auf diese Weise erhältst du den Hebel des Archimedes und hebst die Welt aus den Angeln. Sei mutig! Sei die Vorhut, sei die Avantgarde!

Eurer Herr Rausch