Eine kritische Betrachtung der Kritik

Liebe Fotofreunde,

kritisch betrachtet, ist heutige Kritik eine subjektive Ansammlung von sentimentalen Behauptungen und Herablassungen von blasierten und selbstüberschätzenden Subjekten. Die sich allein auf unbewiesenen Behautungen, Klagen und Beschwerden fokussiert hat.

Zeitgenössische Bildkritiken sind nicht hilfreich oder konstruktiv. Das verbohrte, narzisstische, über den Dingen thronende Subjekt, ist so selbstherrlich und verhärtet in seiner Ansicht, dass ihm keine andere Möglichkeit bleibt, als die Zerstörung.

Der zeitgenössische Kritiker, hält sich für einen wichtigen Kritiker, ihm mangelt es an Sachverstand und Macht, etwas zu ermöglichen. Ihm ist es unmöglich ein Vorbild zu sein und er ist nicht in der Lage, nur einen Lösungsansatz zu liefern.

Dies macht den Kritiker zu einem überaus entbehrlichen Element der Fotografie.

Der zeitgenössische Kritiker gleicht eher einem zerstörerischen Troglodyten. Auf diese Weise werden seine Aussagen egalitär, haben keinen Wert und sind missraten.  Kategorisch lehnen sie jegliche Verantwortung, jeglichen Gehalt in ihren Aussagen ab, mit dem Ziel das Individuelle, das Andere, das Abweichende zu unterbinden und zu vernichten.

Ein Kritiker beruft sich dabei auf seine besonderen Fähigkeiten, seinen besonders gesegnetem „Geschmack“ und sein Recht auf freie Meinung, um seine Umwelt konsequent abzuwerten. 

Eine Form vollendete Bildkritik, ist dem zeitgenössischen Kritiker völlig unbekannt, wenn nicht sogar Ablehnungswert, würde doch eine Form vollendete Bildkritik zu einer Konversation führen, welche geprägt ist von gegenseitiger Wertschätzung und Erkenntniszunahme ist. 

Heute gilt der Totalitätsanspruch der vereinzelten Meinung.

Sie kennt keine Duldung, keine Toleranz und Hilfeleistung. Der moderne Kritiker begehrt gegen diese Forderungen auf, solange es ihn nicht selbst trifft.  Ihm geht es nicht um das Bildmotiv, um die Sache, den Sachverhalt, die Dokumentation, sondern es geht ihm, um das möglich Denkbare in einem Bildmotiv.

Kritiker mit eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten, sind nicht in der Lage zu verstehen, dass sie die einzigen sind, die so über ein Bildmotiv denken. Sie erheben sich (ihre Sicht-/und Denkweise) und sprechen selbsternannt, für die Allgemeinheit, ohne dass sie dazu befähigt worden sind.

Natürlich wird der selbstherrliche, selbstverliebte, narzisstische und verbohrte Kritiker an dieser Stelle opponieren und vehement widersprechen.

Genau hier liegt der entlarvende Moment der Fotografie.

Sie legt die Negativität, die Unfreiheit, das Unwissen, die Grobheit unserer Gesellschaft wie ein Skalpell frei.

Viele Grüße Herr Rausch