Weshalb fotografierst du?

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

ich nutzte die kalte aber kuschelige, gemütliche und zurückgezogene Jahreszeit des Januars, um mir einige Gedanken über meine Fotografie im Jahre 2020 zu machen.

Der Januar ist für mich immer die beste Zeit, um sich selbst zu reflektieren, sich intensiv mit dem kommenden Jahr zu beschäftigen und zu verstehen, was man selbst im laufenden Jahr anders machen könnte.
Deshalb stellte ich mir folgende Frage:

Weshalb fotografierst du Trottel überhaupt?

Polaroid SNAP

Irgendwie habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet meine Fotografie zu monetarisieren oder von ihr zu „überleben“. Ich denke auch nicht, dass mein soziales Umfeld, dies unterstützen wird. Es sind zu viele Jahre ins Lang gegangen, welche eher das Gegenteil beweisen.
Der mit Abstand größte Unterschied zu ähnlichen Gedanken in der Vergangenheit, liegt darin, dass ich, mit Hilfe der Stoa in einer radikalen Akzeptanz leben kann. Ich sehe es Tatsächlich nicht als Herausforderung und ich möchte auch niemanden vom Gegenteil überzeugen oder bekehren. Das schönste Gefühl, dass ich mit diesen Gedanken verbinde ist das Gefühl einer absoluten Freiheit. Denn ich muss niemandem etwas beweisen. Ich muss auch keinen mehr überzeugen. Allein diese Tatsache versetzt mich in die überaus komfortable Lage wirklich frei zu sein. Ich werde nicht getrieben von „gut, billig und schnell“, ich trennte mich von „der Jagd nach Followern und Likes“. Ich habe tatsächlich eingesehen, dass der überwiegende Großteil meines sozialen Umfeldes in wirklich kein echtes Interesse an die Fotografie, Kunst, Kultur oder Philosophie hat. Deshalb schalte ich gerne einen Level runter und bleibe ein Fotograf, Philosoph und Flaneur mit dem Ziel, dieses Leben einfach nur zu genießen.

Die Dynamik der Zeit

Wirklich spannend und aufregend machen diese verfassten Gedanken, dass es sich um einen momentanen Zeitabschnitt bezieht. Schließlich ändert sich das Leben täglich ein klein wenig. Kein Mensch ist in der Lage vorher zu sehen, was im Jahr 2020 passieren wird. Fest steht nur, dass ich Erfahrungen und Erkenntnisse machen werde, von denen ich jetzt noch nichts weiß. Diese Dynamik der Zeit macht das Leben zu einer wundervollen und wunderbaren Zeit, denn ich weiß tatsächlich noch nicht, was ich nächstes Jahr im Januar in diesen Blog schreiben werde. Wenn man realisiert hat, dass es bis zum letzten Atemzug des Lebens kein endgültiges „richtig“ und „falsch“ gibt, dann kostet man den lieblichen Geschmack vom wunderbaren Leben.

Kommen wir nun endlich zur Beantwortung der Frage:

Weshalb fotografiere ich?

  1. Ich mache Fotos, weil ich es kann.
    Sie sind eine Form meines persönlichen Ausdrucks und präsentieren meine Sicht und Denkweise über die Dinge dieser Welt. Den Anspruch von Kunst will ich gar nicht erreichen und lehne diesen strikt ab. Alles was ich will, ist es mich auszudrücken mit meinen Fotografien und meinem Blog. Sollte es vorkommen, dass dir etwas nicht gefällt, dann schau einfach woanders. Lass mich bitte links liegen und verlasse meinen Weg. Ich fotografiere und lebe nicht auf dieser Welt, um dir persönlich zu gefallen. Es ist mein Leben und meine Fotografie und ich nehme mir die Freiheit, mir mein Leben genauso zu gestalten, wie es mir ganz allein gefällt.

  2. Die Tatsache, dass ich es nicht mehr einsehe, irgendjemanden in den Arsch zu kriechen oder ihm den Honig, um den Bauchnabel zu schmieren. Geben mir die Möglichkeit der „totalen Freiheit“. Es bedeutet, dass ich mich frei und selbstbestimmt weiterentwickeln kann, darf und soll.

  3. Meine Freiheit soll andere ermutigen und inspirieren!
    Ich weiß sehr genau, wie es sich anfühlt, wenn man schlecht behandelt wird, wie es ist, wenn man Steine in den Weg gelegt bekommt, wie es ist, wenn man diffamiert und unterdrückt wird. Jeder kennt das Gefühl von „Ohnmacht“, wenn man angegriffen wird, weil die Ausrüstung zu teuer, zu günstig, zu klein oder zu groß ist. Ich habe die eigenen Emotionen in einem toxischen Umfeld lange genug studiert und verinnerlicht. Ich definiere Erfolg in Zukunft anders, schließlich haben die sogenannten toxischen Menschen es nicht geschafft, mich klein zu kriegen, dies wird ihnen in Zukunft auch nicht gelingen. In diesem Jahr bin ich dem Zirkus der sozialen Netzwerke auf Facebook, Instagram und WhatsApp komplett entronnen und fühle mich so frei wie nie zuvor.

Weshalb fotografierst du?

Gruß Herr Rausch