Was setzt Gestaltung voraus?

Das Fundament jedweder Gestaltung setzt sich ausfolgenden vier Punkten zusammen:

  1. Talent und Offenheit für neue Erfahrungen
    Es reichte noch nie sich auf sein angeborenes „Talent“ zu verlassen. Wir wissen alle, dass nur die talentiertesten und wissbegierigsten Fotografen vorankommen. Dies bedeutet die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen muss gegeben sein, damit sich das vorhandene Talent zu einem Können entwickeln kann. Dies hat zur Folge, dass eine gezielte Offenheit für neue Erfahrungen ein vorhandenes Talent fördern und fordern kann, damit es zu einem Können gedeihen kann.
  2. Interesse an der Philosophie
    Ein Interesse an der Philosophie ist deshalb nötig, um Situationen, Begebenheiten und Zusammenhänge zu erkennen, zu beurteilen und anschließend definiert wiedergeben zu können.
  3. Wissen und Können
    Es bestehen große Unterschiede zwischen dem „Meinen“, dem „Wissen“ und dem „Können“. Es reicht nicht aus, sich auf sein Wissen zu verlassen, da es unter Umständen eher eine kopierte Meinung von etwas ist. Ohne eigenes echtes fachspezifisches Wissen der fotografischen Techniken, ohne umfassende Beherrschung aller fotografischen Arbeitsschritte, ohne Kenntnisse weiterer Möglichkeiten der Gestaltung, ohne Kenntnisse über „die Freiheit der Sichtweisen“ und ohne Interesse an dem Leben selbst, ist es nicht möglich ein Fotograf zu werden. Es reicht nicht mal, um ein Liebhaber oder Amateur der Fotografie zu werden.

    Ohne jegliches Wissen, Können und Interesse ist man nichts weiter als ein Stümper, der im Schauspieler-Modus das Fotografendasein spielt.
  4. Die Persönlichkeit
    Die Persönlichkeit des Fotografen ist das absolute Fundament seiner fotografischen Gestaltung. Schließlich entscheiden alle Bestandteile der Persönlichkeit des Fotografen über das eine bestimmte Bild von etwas oder jemandem.

Aus diesem Grund finden wir immer Teile der Persönlichkeit des Fotografen in seinen Werken wieder. Wir erkennen seinen Charakter, seine Weltanschauung, seine Meinung, seine Urteile und Aussagen zu dieser Welt, in jedem gemachten Bildwerk des Fotografen.

Das Fazit lautet:

Bei einer Gestaltung entscheidet die individuelle Persönlichkeit, bei voraus gesetztem Talent, Wissen und Können über das Bildwerk und nicht stumpf auswendig gelerntes, Foto-Rezepte oder „Gesetze“ der Fotografie.

Keine Fotografie wird allein durch die Kamera gemacht!
Denn in jeder Fotografie stecken alle Fotografien, welche du je gesehen hast; alle Bücher, welche du gelesen hast; alle Musiktitel, welche du je gehört hast und jeden Menschen, welchen du je geliebt hast.

ANSEL ADAMS

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Liebe Grüße Herr Rausch