Darf Fotografie Spaß machen?

„Mir persönlich, muss Fotografie in erster Linie Spaß machen, sonst ist sie für mich wertlos!“

Fotografie, die einem Spaß macht fordert, fördert und entwickelt uns auf spielerische Art und Weise weiter, weil wir etwas mit Interesse und Enthusiasmus verfolgen.

Lass dir niemals einreden, dass die Fotografie vergleichbar mit einer bezahlten Tätigkeit sei. Sie ist weder vergleichbar, mit dem Backen eines Kuchens, sie ist auch nicht vergleichbar mit Fahrrad fahren und sie ist auch nicht mit dem Subtrahieren oder Addieren von Zahlen vergleichbar.

Was wir tun, wenn wir kreativ sind?

Kreativität äußert sich in ihrem Produkt und nicht in ihrer Handlung. Sie äußert sich in einem Gedicht, im Musiksong, in einem Text, in einer Fotografie oder in einem Buch. 

Wem möchtest du die Macht, über deine Kreativität überlassen?

Ihr Sinn und Nutzen, ist vergleichbar mit deinem Leben.

Wem möchtest du die Macht, über dein Leben geben?

Du verlierst schnell Spaß, Freude, Elan und Interesse an deinem Leben, wenn du diese Entscheidungen anderen Menschen überlässt. Schließlich wird es Anderen niemals reichen, dabei ist es egal was und wie sehr du es versuchst. 

Ich selbst habe Spaß, wenn ich neues erlerne, deswegen beschäftige ich mich gerne mit Philosophie, Soziologie, Psychologie und letztlich auch mit der Fotografie.

Viel zu oft, treffe ich auf völliges Desinteresse und Unverständnis bezüglich meiner Interessensgebiete, schließlich scheinen diese auf dem ersten Blick „nicht lohnenswert“ zu sein.

Mein Interesse liegt nicht darin, mich für Dritte zu kommodifizieren.

Ich bin es, der sich weiterentwickelt. Ich erlernte eine neue Sprache, neue „Benimm“-Regeln, als ich den Knigge laß, ich studierte Fotografie und lernte sehr viel über Wahrnehmung als ich eine Therapie genoss, ich erlernte einige Kniffe des Telefonmarketings, erlernte den Beruf des Elektroinstallateurs und erlernte darüber hinaus noch viele weitere Kompetenzen.

Vielen bleibt der Nutzen vom stetigen Lernen, um ein besserer Mensch zu werden, ein nicht zu erschließendes Geheimnis.

Nicht selten definiert sich mein Umfeld über:

Geld, Statussymbole oder das Abwerten von anderen Menschen. Das Erlenen von neuen Kompetenzen, zählt allerdings nicht zu ihren erstrebenswerten Selbst-Definitionen.

Dies liegt daran, dass Lernen mit Anstrengung, Frust und Rückschlägen verbunden ist. Keinem von uns wird eine neue Sprache, ein neuer Beruf, eine neue Tätigkeit oder eine neue Fähigkeit, über Nacht in den Schoß gelegt. Jede noch so kleine Veränderung, im Leben ist festverbunden mit der Bereitschaft des Lernens.

Dies bedeutet:

Wer Spaß am Leben, an der Fotografie, an Kunst und Kultur hat, wer die Veränderung des Lebens begrüßt und bejaht und sich mit ihr beschäftigt, wer akzeptiert und nicht bekämpft, ist offener für diese Welt und erlernt Neues entschieden leichter und schneller.

Vermeide es die Fotografie, wie ein starres und festes Gebilde zu sehen. Vermeide es, vermeintlich „schlechte“ Fotografie zu kritisieren oder zu bekämpfen.

Du selbst und deine eigenen Fotografien werden dadurch nicht besser.

Behaupte niemals, dass deine eigene Fotografie, die einzig richtige und wahre Fotografie sei. Halte dich nicht für den besten, seriösesten und beliebtesten Fotografen. Behandle andere Fotografen niemals herablassend.

  • Belaste dich nicht mit einer unnötigen und schweren Kameraausrüstung. Du wirst durch sie nicht seriöser, besser oder professioneller. Du solltest deine Ausrüstung nämlich auch beherrschen, denn aus diesem Können ergibt sich deine Fotografie und nicht durch Masse an Ausrüstung.
  • Beschränke dich auf eine kleine überschaubare Ausrüstung. Hole absolut alles an Kreativität aus diesen Geräten. Finde deine Limits, die der Technik und verschiebe sie anschließend. Du wirst dich wundern, was du alles mit einem Smartphone anstellen kannst. 
  • Mach dich unabhängig vom Urteil anderer. Es ist egal was deine Mitmenschen von dir verlangen. Deine Art der Fotografie sollte sich niemals wie eine Qual oder eine Pflicht anfühlen. Lass dir niemals von anderen in deine Fotografie reinreden. 

Insgesamt gilt:

Wenn du keinen Spaß an deiner Fotografie hast, dann wirst du dich nicht weiterentwickeln.

Solltest du eventuell schon den Spaß verloren haben, habe ich ein paar Tipps für dich:

  • Fotografie ausschließlich das, was dich allein interessiert. Fotografie niemals etwas, weil es ein anderer von dir verlangt.
     
  • Denke nicht, über die Bildqualität nach. Selbst ein verschwommenes Bild löst deine Erinnerungen präzise aus, auch in 20 Jahren. 
  • Fordere dich selbst heraus Versuche die Grenzen deine Technik zu finden, damit du sie sprengen kannst. 
  • Alles was zählt ist das Foto! Damit es besprochen wird, dabei ist es egal was der Pöbel sagt. Hauptsache sie reden über dich und deine Fotografie! 
  • Verkaufe niemals deine fotografische Leidenschaft für Geld, Ruhm oder irgendetwas anderes. Nur so bleibst du unabhängig.

Viele Grüße eurer Herr Rausch