Wie definiert man sich selbst?

Du existierst nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Du bist bereits einzigartig.

Warum verschwendest du also Zeit, Ressourcen, Energie und Geld, um den Erwartungen anderer zu entsprechen?

DU BIST DU

Als Fotograf, Künstler und Mensch bist du bereits einzigartig. Niemand anderes auf dieser Welt hat die gleichen Erfahrungen, die gleiche Erziehung, die gleichen Lebensumstände, die gleichen Probleme, die gleichen Lösungen, die gleiche Lebensphilosophie und die gleiche Sichtweise auf diese Welt wie du selbst. Wir begründen dies mit unserer Individualität und der Tatsache das wir idiosynkratische Wesen sind. Deshalb hat auch niemand die gleichen sozialen Beziehungen und Perspektiven und Sichtweisen auf dieses Leben, dieser Welt, wie du sie hast.

Auf diesem Fundament hast du eine gute Grundlage, um dich, deine Umwelt selbst definieren zu können.

  • Du allein hast die Erfahrungen zu bestimmen, wer du bist, warum du etwas machst und weshalb du etwas tust.
  • Du allein kannst somit bestimmen, was deine Lebensaufgabe ist, warum du auf diesem Planeten bist und du hast das Recht selbst zu bestimmen wer du bist.

Ich sage es dir ganz ehrlich:

Wenn du dein Leben nicht selbst definierst, werden es andere Menschen für dich tun!

Wie man sich selbst definiert

Als Ratschlag:

In dem Augenblick, an dem du beginnst, dein Leben selbst zu definieren, wirst du als abseitig, anders, peripher, abtrünnig und quer wahrgenommen. Diese Bezeichnungen kommen ausschließlich, von Menschen, welche dich wie eine Marionette gesteuert haben. Du wirst zurechtgewiesen werden, weil du prahlst, selbstverliebt und egoistisch bist. Man wird versuchen dich zurechtzuweisen und dich zurück in die Spur zwingen wollen, damit du wieder in das gesamte Gefüge passt.

Bereite dich also auf heftige und überraschende Angriffe auf deine Person vor.

Hierfür ist es zwingend notwendig, dass du:

  • brutal ehrlich mit dir selbst bist. Es ist verdammt wichtig, dass du dich zum Beispiel auf dem Gebiet der Philosophie gut auskennst, wenn du Philosoph sein möchtest. Wenn du Fotograf sein möchtest, reichen nicht nur „Likes“, du musst dann sehr genau wissen, was du da machst. Du kannst es spielerisch aussehen lassen, aber du hast die Fotografie, das Fotografieren soweit verinnerlicht, dass du vorher schon weißt, wie das Foto aussieht, bevor es fertig ist.

Ich bin: Fotograf, Philosoph, Flaneur und Künstler

  • Ich habe die Fotografie mit Abschluss studiert, dass macht mich zum Fotografen. 
  • Als Philosoph bin ich auf der immerwährenden Suche: nach der Wahrheit, dem Schönen, dem Ästhetischen, nach der Philosophie der Fotografie, nach neuen Ideen.
  • Der Flaneur streift voller Genuss, durch dieses Leben und bewundert die Schönheit des Lebens an sich. Ich litt mal an einer sehr tiefen und lebensbedrohlichen Depression und erfreue mich der schönen Gedanken, welche mein selbst heute produziert. Ich kenne diese dunklen Gedanken, ich habe sie förmlich studiert und bin froh, dass ich sie nicht mehr habe.

Der Künstler in mir, schrieb ein Buch über „Moral und Ehtik“, er nimmt das angeeignete psychologische Wissen und wendet es in der Fotografie an, um kognitive Dissonanzen gezielt auszulösen. Der Künstler in mir brennt vor Leidenschaft und setzt sich all den Angriffen aus, welche von meinen Antagonisten produziert werden.
Es sind Menschen, die gerne hätten, dass ich wie eine Maschine nach ihren Vorgaben funktioniere, damit ich in ihr eingeengtes Verständnis von Kunst, Freiheit und sinnvoller Lebensführung passe. Es ist tatsächlich eine große Lebenskunst die Angriffe auf ein „freies“ Leben als Künstler zu überstehen. Viele meiner Freunde und Bekannten haben rein gar nichts übrig für Philosophie, Kunst, Freiheit, Inspiration und Individualismus. Sie sind todunglücklich, mit all ihren beschränkten Weisheiten und nehmen mich als Bedrohung ihrer Unzufriedenheit wahr, es ist ihr Antrieb mich genauso unzufrieden zu machen, wie sie selbst es sind.

Mach dir keine Sorgen darum, wenn andere denken, dass du „schwierig“ bist.

Eigentlich kannst du dich über diese Tatsache freuen. Denn Menschen, welche Philosophie, Kunst und Selbstreflektion ablehnen, denken eigentlich viel zu selten!

Du hast immerhin Gedanken ausgelöst!

Natürlich wird es so sein, dass du als großspurig, prätentiös, abgehoben, neunmalklug, selbstherrlich und aufgeblasen betitelt wirst. Du sollst von deinem großen Ross runterkommen und dich bitte schleunigst auf das herrschende niedrige Niveau begeben, damit sich keiner in deiner Umgebung, als dumm und ungebildet halten kann. Man nennt es auch das Gebot der „totalen Rücksichtnahme“. Ich gebe dir inständig den Rat, nicht diesem Gebot zu folgen. Du wirst sonst an Unterforderung leiden und deine Umgebung, macht noch weniger Fortschritte. Sie wird sogar in dem Glauben bestärkt, sich nicht zu entwickeln. 

Die Betitelung als kompliziert oder abgehoben zu gelten, beginnt sehr früh.

Du musst dafür nur selbst definieren, wie man mit dir redet. Die Art des „Wie“ bestimmt nämlich auch, was man über dich denkt. Schließlich werden unsere Gedanken in Wörtern und Begriffen gebildet und dann geäußert. Wenn du an dieser Stelle nur um ein wenig „Contenance“ bittest, wirst du sehr schnell schief angesehen. 

Unsere verwendeten Gedanken, welche zur durch Wörter und Begriffe zur Sprache kommen, bilden den Rahmen (das Framing) in dem du, von deiner Umwelt wahrgenommen wirst. Bittest du, um eine Veränderung des Sprachgebrauchs änderst du den Rahmen deines Ansehens. Schon passt du nicht mehr in den Rahmen und unterscheidest dich von anderen. Da der Mensch zu Schubladendenken (dem Framing) neigt, ist es allein durch die Änderung der verwendeten Sprache dazu gekommen, dass du in eine andere Schublade sortiert werden müsstest. Dies soll verhindert werden, deswegen wird man dann kompliziert und schwierig.

Für Menschen ist es äußerst schwierig und kompliziert, ihren Schubladenkatalog mit all den Etiketten, Wörtern und Begriffen neu zu sortieren, deshalb wird versucht dich wieder in die Norm, in das Normale, das Gewünschte und zugestandene einzusortieren.

Ich gebe dir den wichtigen Tip:

Diskutiere nicht mit diesen Menschen, trenne dich einfach von ihnen. Sie werden dir nämlich nicht weiterhelfen können, denn du bist für sie kein Fotograf, Philosoph oder Künstler. Du bist ein kleiner Hobbyknipser, der sein Hobby finanzieren möchte und nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß. Genauso werden dich diese Menschen auch behandeln.

Diese Menschen erwarten von dir, dass du ihre Entwertung deiner Person widerstandslos akzeptierst.

Was ist eine Anmaßung?

Ausgehend von der psychologischen Aussage:

„Das was Paul über Paula sagt, hat mehr mit Paul zu tun als mit Paula.“

Kommen wir zu deiner Betitelung des „Kompliziert“ seins. Diese Aussagen stammen nicht selten von Menschen, welche sich nicht oder ungenügend mit Kunst, Philosophie und Fotografie auseinandersetzen. Für diese Menschen ist es zu kompliziert. Sie maßen sich also an, dir zu sagen, dass du schwierig bist, weil sie selbst nicht schlau genug sind. Damit dies keinem auffällt, wirst mit dem Finger auf dich gezeigt und jedwede Diskussion wird mit allen Mitteln verhindert. 

Ich wiederhole:

Eine Person, welche weniger „Wissen“ hat ist der Meinung, dass du kompliziert bist.

Seit wann entscheidet der Dümmere? Wann haben wir es zugelassen, dass sich unwissende, ungebildete und unkultivierte Menschen sich so etwas Anmaßen dürfen?

Liegt es daran, dass der Klügere nachgibt? Bis er schließlich der Dumme ist?

Ein kleines Gedankenspiel:

Nehmen wir an du hast eine komplette Ausbildung als Elektroinstallateur mit erfolgreichem Abschluss durchlaufen. Anschließend hast du ca. 15 Jahre als Elektroinstallateur gearbeitet. Du bringst somit eine große Berufserfahrung mit. 

Auf einer Baustelle verliert der Kunde seine Contenance und nennt dich „unwichtiger Kabelaffe“, er behandelt dich auch so.

Ich rate an dieser Stelle jedem, deine Sachen zu packen und zu gehen. Der liebe „König“-Kunde muss sich dann nämlich, für ein halbfertiges Haus einen neuen Elektroinstallateur suchen. Diesen wird er nicht ohne Probleme finden. Ohne fertige Elektroinstallation, kann er in diesem Haus, dass er bezahlt aber nicht wohnen. Und wenn der Kunde keinen unwichtigen Elektroinstallateur mehr hat, welche er rumschubsen kann, um sein Haus fertig zu machen, wird ein neuer umso wichtiger und teurer.

Ist es eine Anmaßung sich nicht beleidigen zu lassen? Ist eine Anmaßung, ohne eigene Sachkenntnis (z.B. als Elektriker) in diesem Falle andere zu beleidigen oder zu entwerten?

In ähnlicher Form wird es dir auch als Fotograf, Künstler und Philosoph passieren.

Wenn eine Person ihrer eigenen Leidenschaft oder Vision folgt, wird es immer Menschen geben, welche dies nicht gut heißen können und wollen. Warum ist das so? Es existieren tatsächlich nicht wenig Menschen, welche „Arbeit“ mit großer Mühe und großen Qualen verbinden, sie möchten sehen und spüren, wie sehr du dich abrackerst, dich plagst und schinderst. Sie erkennen keine Arbeit, wenn sie einen mit Freude, Leidenschaft und Glück erfüllt, in diesem Fall wird der Begriff Arbeit abgestritten und durch den Begriff „Hobby“ ersetzt.

Nicht selten sind es Menschen, die in einem sehr enggezogenen Korsett von Lebensweise leben. „Ihnen wurde auch niemals erlaubt, zu tun und zu lassen, was sie wollen!“ und deshalb, darfst du selbst auch nicht deine eigene Freiheit nutzen. Wo kämen wir dahin?

Versuche dich durch deine Leidenschaft zu definieren und nicht über deinen Job!

Albert Einstein war Angestellter im Patentamt, Franz Kafka war Großhändler für Mode-Accessoires, Vivian Maier war Kindermädchen, Spinoza hat Objektive hergestellt. Keiner der genannten Personen sind für die Ausübung ihres Berufes zu besonderem Ruhme gelangt. Sie haben sich ihr Einkommen verdient mit Hilfe einer festen Arbeit verdient, um ihre Miete zu bezahlen und ein geregeltes Einkommen zu haben. Allesamt waren nicht sonderlich interessiert an ihrem Arbeitsplatz und sie machten ihren Job gerade so gut, dass sie nicht gefeuert wurden. In ihrer Freizeit gingen sie ihrer Leidenschaft nach und wurden dadurch bis über ihren Tod hinaus berühmt.

Wenn deine Leidenschaft die Fotografie ist, dann darfst du dich auch Fotograf nennen. Zögere nicht dich Autor, Philosoph, Künstler oder Musiker zu nennen. Fühle dich niemals gezwungen, dich durch deinen Job zu definieren.

Als Beispiel:

„Guten Tag, ich bin xxx. Ich bin Fotograf, nebenbei bin ich tätig für einen Energielieferanten im Bereich des Kundenservice.“

Das Framing wird in diesem Fall speziell. Hierdurch erhältst du eine Legitimierung, dich den größeren Teil deiner freien Tageszeit, auch noch mit der Fotografie zu beschäftigen. Ist das nicht genial!

Auf diese Weise bist du in der Lage dein Leben als Vollzeit-Fotograf zu führen, es ist eine der Grundvoraussetzungen, um eines Tages als Fotograf auch Geld zu verdienen. Solange du nämlich nur nebenbei fotografierst, wirst du auch nur als Hobbyfotograf behandelt und angesehen.

Spätestens hier werden einige opponieren!

Schließlich wird von nicht wenigen Menschen der „Erfolg“ am Einkommen bemessen! Diese Sichtweise ist nicht vollends richtig, was sie auch nicht komplett falsch macht.

Ich selbst habe knapp 20 Jahre als Elektroinstallateur gearbeitet. Dieser Beruf ist einer der am wenigsten geschätzten. Wir finden dies auch in anderen Berufsgruppen, in der Altenpflege, im Krankenhaus, im Callcenter und vielen anderen Berufszweigen auch. Das erzielte Einkommen ist nicht allein der Ausdruck des beruflichen Erfolges, der wesentliche Anteil der Bedeutung von Einkommen ist auch ein Ausdruck der Wertschätzung deiner Arbeit, durch deinen Chef, deinen Kunden, deiner Fans und Freunden.

Vincent van Gogh war zu Lebzeiten schon ein ausgezeichneter Maler. Er war bettelarm und zeitgleich extrem produktiv. Sein Bruder hielt ihn am Leben, damit er überhaupt über die Runden kam. Erst als Vincent van Gogh verstorben war, erntete er „Ruhm“ und „Erfolg“.

Ich bin festdavon überzeugt, dass er von Menschen umgeben war, die Ihm diesen Erfolg zu Lebzeiten niemals gegönnt hätten und wirklich alles drangesetzt haben, um dies effektiv zu verhindern. Denn er war von Menschen umgeben, welche ihn nicht wertschätzen wollten.

Mittlerweile sind wir ein wenig weiter, heute nennt man diese Menschen „toxische Menschen“, sie erzeugen ein „toxisches Umfeld“, um andere Mensch in ihrer Entwicklung zu hemmen, zu stoppen und unterdrücken.

In einem toxischen Umfeld gedeiht nichts!

In solch einem Umfeld ist es auch blödsinnig sich über die eigene Vermarktung oder das eigene Marketing zu kümmern. Für dein toxisches Umfeld ist es ein Spaß, dich im Hamsterrad zu sehen, wie du dich verausgabst und niemals am Ziel ankommst.

Es ist sinnvoller und effektiver sich von diesen Menschen zu trennen. Sich zu erholen und mit neuen Freunden und Freuden zu starten. Alles andere ist Energieverschwendung und frisst an deiner Leidenschaft.

Die Schlussfolgerung meiner Gedanken:

Definiere dich selbst! Definiere selbst deinen Stil als Fotograf. Definiere selbst deine Interessen. Definiere selbst deine Ziele als Fotograf. Definiere dich einfach selbst in allen Belangen des Lebens.

Habe eine eigene Meinung, eine eigene Stimme und eine eigene Sichtweise.

Wenn du es nicht selbst machst, dann werden andere es für dich machen. Ab diesem Augenblick werden andere Menschen über dich, deine Ziele, deinen Wert und deine Sichtweisen entscheiden, ohne dass du dazu befragt wirst. 

Nur wenn du dich selbst definierst, erkennst du deine Feinde, deine Antagonisten, Menschen welche sich vermeidlich „Freunde“ nennen, es allerdings gar nicht verdienen. Du wirst erkennen, wer sich an deiner Leidenschaft wie ein Vampir vergnügt und dich aussaugt, um sich dann ein neues Opfer zu suchen.

Sei mutig und nimm den Kampf deines selbstbestimmten Lebens ernst!

Eurer Herr Rausch