Fotografie ist sichtbare Lebensphilosophie

Warum fotografieren wir etwas?

Das Ziel einer Fotografie sollte mehr als nur ein Ausdruck von „Schönheit“ sein. Schließlich ist eine Fotografie ein sichtbar gemachter Gedanke, einer Sichtweise eines Menschen, der seiner Lebensphilosophie entspricht.

Eine gute Fotografie ist ein „Manifest an das Leben“, denn keiner dieser Augenblicke kommt zurück. Fotografie sollte das Leben nicht erschweren oder beschweren, sie sollte dazu Aufrufen sich am Leben zu erfreuen. Sie sollte uns helfen unser beschwerliches Leben auf erhabene Weise zu verschönern. Sie sollte uns ermöglichen mit Lust und Freude in die Zukunft zu blicken.

Es existiert mehr als „Likes and Follower“

Deshalb darf die Fotografie auch polarisieren indem sie kritisch ist, sie darf provozieren und politisch sein. Sie darf zeigen, dass es anders geht. Sie darf eine neue Sichtweise oder neue Gestaltung zeigen. Sie darf einen neuen Gedanken, einen neuen Ansatz vermitteln.

Die Fotografie sollte uns motivieren ein besserer Mensch zu werden!

Ich betreibe die Fotografie aus zwei Gründen:

  • Es ist dringend nötig meinen Mitmenschen zu zeigen, dass es Zeit wird, dass wir unser Leben ändern. Dies beginnt mit einer kultivierten Form der Kommunikation und endet bei der philosophischen Frage: Wann verhalten wir uns wie ein Mensch?
  • Ich untersuche mein Umfeld wie ein „Soziologe“ mit der Hilfe der Fotografie.

Viele übersehen die wesentlichen philosophischen Aspekte der Fotografie

Wir nutzen die Fotografie unumgänglich so, dass sie unserer persönlichen Lebensphilosophie entspricht. Wir nutzen sie als Werkzeug, um zu kommunizieren, unsere Sicht auf die Welt zu äußern und diese Standpunkte, Perspektiven, Meinungen. Eine Fotografie ist dadurch höchst intim und persönlich, denn sie zeigt unser Seelenleben, unserer innerstes. Anschließend teilen wir unsere Sicht- und Denkweise über diese Welt im Internet und treffen nicht zu selten auf Menschen, welche in ihrer Lebens-, Sicht- und Denkweise sehr eingeschränkt sind. Diese Menschen halten sich vermeidlich für „Ordungshüter“ oder „Foto-Fürsten“, sie unternehmen wirklich alles, um dir ihre eigene Sicht-, Denk- und Lebensweise vorzuschreiben, mit abweichenden Meinungen und Ideen, kommen sie nicht wirklich klar. Sie verteilen ihr Gift indem sie trollen, „haten“ und hetzen.

Ich nenne diese Menschen „toxische Menschen“.

In meiner Serie „Women are beautifull“, versuche ich die völlig normale, alltägliche Schönheit der Frau darzustellen. Sie bewegt sich einer freien Gesellschaft und ich bin fest davon überzeugt, dass Frauen mit großem Abstand die schönere Hälfte unserer Menschheit sind.

Hier bemerkte ich Kräfte in unserer Gesellschaft, welche versuchen uns zu verbieten, eine Frau als „schön“ zu betiteln oder überhaupt anzusehen. Es scheint zu mindestens im den beiden konservativen Lagern (links wie rechts) eine Art „Besitzanspruch“ für „richtige“ Sichtweisen und Deutungshoheiten zu geben.

 Beide politische Lager nehmen sich ohne weitere Legitimierung das Recht heraus, für die Frau zu sprechen. Dabei übergehen diese stillschweigend das Recht der Frau auf Selbstentscheidung und stellen diese etwas „dümmlich“ dar, als ob dieser Mensch nicht für sich selbst sprechen darf. So wird das Ansehen einer Frau, ihre Darstellung zum „Produkt“ einer politischen Sichtweise. Das was wir Sehen sollen, wenn wir eine Frau ansehen, wird uns durch die Deutungshoheit der jeweiligen politischen und der damit verbundenen Lebensweise einfach vorgeschrieben. Meine Fotoserie „Women are beautiful“, soll diese Deutungshoheiten auf ihre Haltbarkeit und ihre Hintergründe überprüfen.

Meine persönliche Sicht- und Denkweise:

Die Schönheit einer Frau ist voller Würde. Ein Lächeln von diesen wunderbaren Geschöpfen dieser Erde berührt jedes Herz. Unendlich ist ihre Liebe, diese ist unserer Zukunft, sie sind der Ursprung menschlichen Lebens und haben es verdient, täglich geehrt zu werden. Die Liebe einer Frau macht, aus jedem ungehobelten männlichen Holzklotz, einen kultivierten Menschen. Ohne Frauen auf dieser Welt wären hier nur ein paar Troglodyten, die sich vor Langeweile die Köpfe einschlagen. Frauen machen unsere Zukunft als Mensch lebenswert.

Mein Verständnis von Fotografie

Sie dient wunderbar der Untersuchung unserer gesellschaftlichen Sichtweisen auf unsere Welt. Ich sehe diese Welt, als visueller Soziologe und ich nutze meine Kamera als Werkzeug zur Analyse, Kritik und Kommentaren zu unserer Gesellschaft. Mit dem Ziel eine bessere Gesellschaft zu errichten. 

Höre nicht auf Kyniker

Die Fotografie hat immer noch die Macht unsere Gesellschaft zu verändern. Sie beeinflusst immer noch die öffentliche Meinung und politische Einstellungen zu einem Thema, sie dient bis heute als Beweis.

Wenn wir nicht aufpassen, wird die Fotografie genutzt, um uns erneut zu versklaven.

Die Freiheit der Fotografie

Jeder Einzelne von uns, unabhängig davon was wir Tun oder Sagen, hat eine persönliche Meinung, eine philosophische Sichtweise und eigene Lebensweise auf dieser Welt. Jedes Betätigen des Auslösers unserer Kamera zeigt unsere eigene Version, unser eigenes Verständnis dieser Welt.

Eine Fotografie zeigt nicht die Dinge dieser Welt, wie sie ist. Eine Fotografie zeigt die Dinge dieser Welt, wie wir sind.

Es sind Entscheidung darüber, was wir fotografieren und dem, was wir nicht fotografieren. So ergibt sich eine Auswahl an Sichtweisen, welche für uns Priorität haben. Die festgehaltenen Motive sind signifikante Beobachtungen unserer Umwelt, die wir anderen Menschen zeigen möchten.

Zeige mir deine Fotografien und ich weiß wer du bist.

Was möchtet ihr anderen Menschen zeigen? Was möchtet ihr uns mit euren Fotografien sagen? Wie frei bist du in deiner eigenen Fotografie?

Fotografie ist visuelle Kommunikation

Sie funktioniert unabhängig von verschiedenen Sprachen und Kulturen. Es ist egal, wer auf dieser Welt deine Fotografien sieht, sie werden decodiert und wahrgenommen. Jeder Mensch versteht die Sprache der Fotografie. Bedenke bitte hierbei, dass sie auch, dass Sprachrohr eurer Seele ist. Sie kommuniziert über die Fotografie mit euch selbst und mit allen anderen Menschen, ohne ein einziges Wort dafür zu nutzen.

Unsere Fotografien sollten im Idealfall voller Liebe, voller Leidenschaft und Verständnis für das Leben sein. Je mehr wir andere Menschen zu humanistischen Sichtweisen anregen, desto besser. Die bedeutet weniger Kriege, weniger Leid und weniger unrecht auf dieser Welt. Die humanistische Fotografie steht leider im Gegensatz zur Jagd auf „Likes“ und gibt sich nicht mit schnellen oberflächlichen Sichtweisen zufrieden. Sie erfordert ein mehr an Empathie und Zeit. Natürlich gibt es kein ultimatives Ziel in der Fotografie. Die Findung unserer fotografischen Ziele hängt stark mit unserer Lebensphilosophie zusammen.

Nun Frage ich euch nochmals:

Warum fotografierst du? Welche Sichtweise und Lebensphilosophie steckt in euren Motiven?

Gruß

Herr Rausch