Wie definiert man sich selbst?

Du existierst nur ein einziges Mal auf dieser Welt. Du bist bereits einzigartig.

Warum verschwendest du also Zeit, Ressourcen, Energie und Geld, um den Erwartungen anderer zu entsprechen?

DU BIST DU

Als Fotograf, Künstler und Mensch bist du bereits einzigartig! Niemand anderes auf dieser Welt hat die gleichen Erfahrungen, die gleiche Erziehung, die gleichen Lebensumstände, die gleichen Probleme, die gleichen Lösungen, die gleiche Lebensphilosophie und die gleiche Sichtweise auf diese Welt wie du selbst. Wir begründen dies mit unserer Individualität und der Tatsache das wir idiosynkratische Wesen sind. Deshalb hat auch niemand die Gleichen sozialen Beziehungen, Perspektiven und Sichtweisen auf dieses Leben, dieser Welt, wie du sie hast.

Auf diesem Fundament hast du eine gute Grundlage, um dich und deine Umwelt selbst definieren zu können.

  • Du allein hast die Erfahrungen zu bestimmen, wer du bist, warum du etwas machst und weshalb du etwas tust.
  • Du allein kannst somit bestimmen, was deine Lebensaufgabe ist, warum du auf diesem Planeten bist und du hast das Recht selbst zu bestimmen wer du bist.

Ich sage es dir ganz ehrlich:


Wenn du dein Leben nicht selbst definierst, dann werden es andere Menschen für dich tun.

Wie man sich selbst definiert

Als Ratschlag:
In dem Augenblick, an dem du beginnst, dein Leben selbst zu definieren, wirst du als abseitig, anders, peripher, abtrünnig und quer wahrgenommen. Diese Bezeichnungen kommen ausschließlich, von Menschen, welche dich bis dahin wie eine Marionette gesteuert haben. Du wirst zurechtgewiesen werden, weil du prahlst oder selbstverliebt und egoistisch bist. Man wird versuchen dich zurechtzuweisen und dich zurück in die Spur zu zwingen, damit du in das gesamte Gefüge passt.

Bereite dich also auf heftige und überraschende Angriffe auf deine Person vor.

Hierfür ist es zwingend notwendig:

Sei brutal ehrlich mit dir selbst!

Es ist verdammt wichtig, dass du dich zum Beispiel auf dem Gebiet der Philosophie gut auskennst, wenn du Philosoph sein möchtest. Wenn du Fotograf sein möchtest, reichen nicht nur „Likes“ und ein Instagram-Profil.

Du musst schon sehr genau wissen, was du da machst!

Du kannst es spielerisch aussehen lassen oder du hast die Fotografie, das Fotografieren soweit verinnerlicht, dass du vorher schon weißt, wie das Foto aussieht, bevor es fertig ist.

Berufe dich auf selbst angeeignetes Wissen und plappere nicht stumpf und dumpf sogenanntes Wissen von anderen nach. Als Fotograf muss du dich schon selber schlau um die Fotografie machen, andere können es nicht für dich tun.

Die gilt übrigens für alle Berufe!

Ich bin Fotograf, Philosoph, Flaneur und Künstler

  • Ich habe die Fotografie mit Abschluss studiert, dass macht mich zum Fotografen.
  • Als Philosoph bin ich auf der immerwährenden Suche: nach der Wahrheit, dem Schönen, dem Ästhetischen, nach der Philosophie der Fotografie, nach neuen Ideen.
  • Der Flaneur streift voller Genuss, durch dieses Leben und bewundert die Schönheit des Lebens an sich. Ich litt mal an einer sehr tiefen und lebensbedrohlichen Depression und erfreue mich der schönen Gedanken, welche mein selbst heute produziert. Ich kenne diese dunklen Gedanken, ich habe sie förmlich studiert und bin froh, dass ich sie nicht mehr habe.
  • Der Künstler in mir, schrieb ein Buch über „Moral und Ehtik“, er nimmt das angeeignete psychologische Wissen und wendet es in der Fotografie an, um kognitive Dissonanzen gezielt auszulösen.
  • Der Künstler in mir brennt vor Leidenschaft und setzt sich all den Angriffen aus, welche gezielt von meinen Antagonisten produziert werden. Es sind Menschen, die gerne hätten, dass ich wie eine Maschine nach ihren Vorgaben funktioniere, damit ich in ihr eingeengtes Verständnis von Kunst, Freiheit und sinnvoller Lebensführung passe.

Die Kunst des Lebens

Es ist tatsächlich eine große Lebenskunst die Angriffe auf ein „freies“ Lebens als Künstler zu überstehen. Meine Freunde, meine Familie und meine Bekannten haben rein gar nichts übrig für Philosophie, Kunst, Freiheit, Inspiration, Forschen, Ergründen und Nachdenken. Sie sind todunglücklich, mit all ihren beschränkten Weisheiten und nehmen mich als Bedrohung ihrer Unzufriedenheit wahr, es ist ihr Antrieb mich genauso unzufrieden zu machen, wie sie selbst es sind.

Mach dir keine Sorgen!

Mach dir keine Sorgen darum, wenn andere denken, dass du „schwierig“ bist. Eigentlich kannst du dich über diese Tatsache freuen. Denn Menschen, welche Philosophie, Kunst und Selbstreflektion ablehnen, denken eigentlich viel zu selten!

Du hast immerhin einen Gedanken ausgelöst!

Natürlich wird es so sein, dass du als großspurig, prätentiös, abgehoben, neunmalklug, selbstherrlich und aufgeblasen betitelt wirst. Du sollst von deinem großen Ross runterkommen und dich bitte schleunigst auf das herrschende niedrige Niveau begeben, damit sich keiner in deiner Umgebung als dumm und ungebildet halten kann. Man nennt es auch das Gebot der „totalen Rücksichtnahme“.

Ich gebe dir inständig den Rat:

Folge nicht diesem Gebot.

Es wird dir nicht weiterhelfen!

Du wirst sonst an Unterforderung leiden und deine Umgebung, macht noch weniger Fortschritte. Sie wird sogar in dem Glauben bestärkt, sich nicht zu entwickeln. Die Betitelung als kompliziert oder abgehoben zu gelten, beginnt sehr früh. Du musst dafür nur selbst definieren, wie man mit dir redet. Die Art des „Wie“ bestimmt nämlich auch, was man über dich denkt.

Euer Herr Rausch