Die 3-mal „Nein!“-Regel

Liebe Fotofreunde,

es existiert eine sehr leichte und einfache Regel, welche uns das Leben als Fotograf erleichtert.

Ihr solltet niemals irgendetwas mehr als 3-mal wiederholen. 

Ihr macht Fotos und zeigt sie euren Freunden? Ihr unterbreitet einem sogenannten Kunden ein Angebot oder liefert eure Arbeiten aus? Ein sogenannter Freund informiert dich, dass er sich für dein Thema nicht interessiert?

Grundsätzlich solltet ihr darauf achten, wie Menschen in diesen Situationen mit euch umgehen.

Das erste „Nein“

Egal was du als Fotograf tust, weil du mit einer anderen Person in Kommunikation stehst. Jeder Mensch hat das Recht beim ersten Mal, etwas zu bemängeln und eine Korrektur zu fordern, dies kann dein Verhalten sein, dein Angebot oder deine Fotografien betreffen.

Dein Gegenüber wird sich zu dir und deiner Arbeit äußern und verständlicherweise, ist es an dieser Stelle ein leichtes die angesprochenen Punkte nachzubessern.

Ich vermute hier liegen wir alle zusammen noch auf einer Wellenlänge.

Das zweite „Nein“

Hier wird es schon etwas verflixter. Entweder hat sich dein Gegenüber nicht richtig ausgedrückt oder du hast nicht richtig zugehört. Im Normalfall liegt ein Verständigungsproblem vor. Einer von euch beiden hat gepennt. Ich gebe dir den Tipp, gerade beim zweiten Mal genau zu zuhören und nachzufragen. Sind die Äußerungen und Punkte realistisch erreichbar? Sind die Punkte berechtigt? Fühlt es sich fair an?

Das dritte „Nein

Das dritte Mal wird interessant! Meldet sich dein Gegenüber ein drittes Mal und beschwert sich über etwas, liegt ein System vor. Dein Gegenüber will dich gar nicht, auf Augenhöhe halten, du wirst nicht nicht als Gleichberechtig anerkannt, eine einvernehmliche Lösung ist nicht vorgesehen.

Der Punkt deiner persönlichen Zufriedenheit ist ausgeschlossen.

Wenn du jetzt in den „Ich muss doch den anderen überzeugen“-Modus abrutschst, dann beginnst du einem nicht zu erreichenden Ziel nachzulaufen.

Du steckst dann, in der Falle. 

Es werden endlose Mails, Verhandlungen, Gespräche geführt, welche dich allein zu Änderungen, Nachbesserungen und noch mehr Arbeiten führen. Du allein steckst in einer Bringschuld fest, während dein Gegenüber alleinig über die Anforderungen entscheidet.

Man hat dich dann dort, wo man dich haben möchte.

Du sollst dich täglich, neu beweisen, um dein Gegenüber endlich zu überzeugen. Er sieht ja, dass du bemüht bist, nur nicht genug.
Während dessen schaut dein Gegenüber ganz ruhig zu, in den entscheiden Momenten, ist er gerade abgelenkt und hat „wichtigeres“ zu tun und schaut weg. Schließlich gibt es wichtigeres, als sich deine (wie auch bisher) „ungenügenden“ Ansätze anzuschauen, anschließend wird sich grinsend zurückgelehnt und selbst sicher gesagt: „NEIN!“

Breche also nach dem dritten „Nein!“ jeglichen Kontakt ab und verschmerze sogar den finanziellen Verlust. Jegliche weiteren Versuche sind zum Scheitern verurteilt.

Gruß Herr Rausch