Du allein hast die Macht ein Künstler zu sein

Wie funktioniert es, sich selbst ein Künstler zu nennen? Wo ist der wesentliche Unterschied? Was ist dein Auftrag als Künstler?

Viele Unterschätzen die Funktion als Künstler und verwechseln es oft mit einer kommerzialisierten Selbstausbeutung.

Wenn du ein Künstler sein möchtest, dann solltest du ein Vorbild für andere sein!

Du solltest dich als Mensch maximal kultivieren und eine niemals endende Neugier auf die Fragen des Lebens besitzen. Der wesentliche Unterschied ist, dass du dich nicht unkultiviert verhältst, dass du keinen überflüssigen Nonsens zur alleinigen Unterhaltung anderer von dir gibst.

Du bleibst souverän, freundlich und integer und konzentrierst dich auf die wesentlichen Aspekte deiner Aussagen. Sie gelten als durchdacht und werden Aufgrund deiner Expertise anerkannt und angenommen. Gerade weil sie andere Menschen in ihrem Charakter erweitern und weiterhelfen.

Es ist allerdings nicht vorbildliches an deinem Umfeld zu erkennen, wenn sie dich in die Selbstausbeutung zwingen.

Der Auftrag des Künstlers ist es nicht unbedingt „populär“ zu sein.

Es würde bedeuten, dass er sich auch in ungebildeten und unkultivierten Kreisen populär machen müsste. Er müsste sich selbst und seine Werke entwerten, um auf das Niveau der Niveaulosen zu kommen.
Der Auftrag des Künstlers ist es, den Wert von etwas hervorzuheben, zu verteidigen, dies macht er nicht indem er andere Menschen oder Werke zerstört, kleinredet oder diffamiert.

Der Künstler ist ein Vorbild für andere.

Die Vorbildfunktion, ist in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen, eröffnen diese Vorbilder gleichzeitig einen Blick auf das Eigene oft verdrängte Ungenügen, die eigenen Mängel und Unzulänglichkeiten.

  • Der Künstler lebt eine Vision vor und zeigt alternative Sichtweisen auf, welche im Zeitalter des totalen Konsums komplett konform geworden sind.
  • Er kämpft an einer Front ohne Hoffnung auf jeglichen Erfolg und wird sogar von seinen Freunden mit Sand, Dreck und Schlamm beworfen, damit er davon ablässt, einen anderen Weg zu gehen und zu leben.

Alles so bleiben, wie es ist!

Der „Kunst“ Begriff wird vom Massenmenschen dabei so engefasst, dass er bequem einen kleinen Kreis auf einem DIN A5 Blatt zu zeichnen ist. Alles außerhalb diese Kreises, ist dann keine Kunst und somit zu bekämpfen. Natürlich ist der Künstler, auf diese Weise angreifbar und verletzlich. Gerade ein Angriff auf diese Verletzlichkeit zeigt, den Grad der Kultiviertheit des Umfeldes an. Nur Unkultivierte, Rücksichtslose und Troglodyten, ohne Sinn und Verstand, greifen unvermittelt unbewaffnete und verletzliche Menschen an, um sich an ihnen zu bereichern.

Woran erkennen wir einen echten Künstler?

  • Sie nehmen ihre Sache ernst und betreiben ihre Kunst nicht aus „Jux und Dallerei“.  
  • Sie sind in der Lage, sich zu jeder Zeit und in jeder Weise, in eine luxuriöse Entspannung hineinzuversetzen, wenn es ihren Geist anspricht.  
  • Ihnen sind die Bewertungs-Systeme der sozialen Medien völlig egal. Sie haben erkannt, dass es völlig irrelevant ist, ob Sie Follower haben, welcher als maximale Wertschätzung einen „Like“ hinterlässt. Denn der Künstler hat bemerkt, dass diese „Follower“ ihnen gerne bei ihren Versuchen, ihrer Kunst zu sehen, in der Hoffnung zu erleben, dass diese Künstler verbrennen oder verhungern, scheitern.  
  • Der Lebenszweck des Künstlers ist nicht: „Scheißen, Fressen, Schlafen, Ficken“. Dies überlässt er dem Unkultivierten, denn ein Künstler hat erkannt, dass dazu jeder Hund in der Lage ist.
  • Der Zweck der Arbeit eines Künstlers generiert etwas anderes, als ein Einkommen, um verzichtbare Luxusgüter zu erwerben. Die Kunst eines Künstlers erweitert und bereichert das Leben eines Menschen mit Lebensfreude, Liebe und Perspektiven.  
  • Ein Künstler versucht sich selbst zu beeindrucken und ist nicht auf die Rückmeldung der Masse angewiesen, diese ist eh nicht in der Lage, sich nachhaltig beeindrucken zu lassen. Dies schafft nicht mal der Klimawandel.  
  • Ein Künstler schreibt seine Gedanken, seine Philosophie, seine Meinungen, über das Leben und die Kunst auf und verbreitet sie. Er stellt sie zur Debatte und diskutiert und durchdenkt seine Aussagen. Er schreibt aber keine Dekrete, gibt keine Befehle, kennt keine Verbote, Tabus und macht auch keine Richtlinien für andere, dies machen nur selbsternannte Foto-Fürsten, Gebieter oder Herrscher der Fotografie. Sie sitzen vor ihren Bildschirmen wie Beamte und machen dem Bürger das Leben schwer.  

Wo bleiben also eure Gedanken zur Foto-Kunst? 
Vielleicht seid ihr nur Beamte und verwaltet und gestaltet nicht wie ein Künstler?

Gruß eure Herr Rausch